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Wechseljahre: auf zu neuen Ufern!

Ältere Frau lächelt
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Gelassenheit, mehr Zeit für sich und jede Menge Freiheiten - die Wechseljahre bergen viele neue Chancen (missty - Fotolia.com)

Der Begriff Wechseljahre ist für viele Frauen negativ besetzt und wird durchwegs mit "Verlust" assoziiert: Ein Verlust der Gebärfähigkeit, der Menstruation, der Attraktivität, der glatten Haut.

Doch wie auch die Pubertät sind die Wechseljahre eine Phase im Leben - meist zwischen 45 und 55 Jahren -, die nicht nur Abschied bedeutet, sondern auch neue Herausforderungen ermöglicht: Endlich ist genug Zeit, um gut auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und möglicherweise einiges zu verändern.

Mal aus anderer Perspektive...

In der klassischen chinesischen Medizin sind die Wechseljahre weder eine Krankheit noch eine Störung, sondern ein natürlicher Alterungsprozess, nämlich der 7. Zyklus im Leben einer Frau. Wichtigste psychische Voraussetzung: Das Alter zu akzeptieren, es nicht zu hinterfragen und nicht mit Krampf zu versuchen, jünger zu werden. Vor allem Frauen, die Ansehen genießen, oft auch Macht haben sowie Erfahrung und Selbstbewusstsein aufweisen, gehen gesünder durch die Wechseljahre.

Wechseljahre oder Midlife-Crisis?

Dass die Wechseljahre eine Phase des Umbruchs sind, spiegelt sich in vielen kritischen Überlegungen, die besonders Frauen zwischen 40 und 50 Jahren anstellen. Wissenschafter haben festgestellt, dass die Zeit der Sinnfrage und des Grübelns weltweit gesehen besonders häufig in diese Zeitspanne fällt.

 

Dafür gibt es viele Gründe: Einerseits haben Menschen dieses Alters meist recht umfassende (partnerschaftliche) Erfahrungen gemacht. Wenn von der einstigen großen Liebe mit 45 Jahren nur mehr ein Scherbenhaufen bleibt, schmerzt das. Auch das "empty-nest"-Syndrom, wenn Kinder aus dem Haus gehen, wird vor allem für Frauen oft als sehr belastend empfunden. Hinzu kommt, dass Menschen just aus diesen Erfahrungen heraus ihr Wertedenken verändern. Was ist für mich wichtig? Was brauche ich zum Leben? Wie kann ich das erreichen und was kann ich verändern? All das sind Fragen, die besonders komprimiert zwischen 40 und 50 aufkommen.

Veränderungen tun gut

Doch bei einer Lebenserwartung von etwa 80 Jahren ist das 4. Jahrzehnt genau die richtige Zeitspanne, um etwas zu verändern, wie die folgenden Anregungen zeigen:

Der Nachwuchs ist flügge

 

Die Kinder sind aus dem Haus? Gut. Dann beginnen Sie endlich, Ihr lange vernachlässigtes Hobby zu pflegen, Ihre Freundschaften, die aufgrund familiärer Verpflichtungen bisher immer nachgereiht waren. Und bitte vergleichen Sie sich nicht mit der besten Freundin, die längst ein Cabrio zum Geburtstag erhalten hat, während Sie zu Fuß gehen oder mit Öffis fahren. Materielle Werte haben in der Glückshitparade keine Poleposition. Bewahren Sie die Realität im Auge und verzetteln Sie sich nicht mit Wunsch- oder Idealbildern.

Unterstreichen Sie Ihre Weiblichkeit

 

Zur Abkehr von Wunschbildern zählt auch, dass Sie sich nicht an ideale Körperbilder klammern oder sich gar von ihnen leiten lassen. Der Körper einer 50-Jährigen ist anders als der einer jungen Frau. Sie haben allerdings keinen Grund, Ihre Weiblichkeit und Sexualität deshalb zu verleugnen. Machen Sie sich die Freude und streichen Sie Ihre weiblichen Attribute auch mit Ihrer Kleidung hervor. Sie können das Haar lang tragen, auch wenn es grau oder weiß ist, sie müssen jetzt nicht eine altersgemäße praktische Kurzhaarfrisur tragen.

AUTOR


Dr. Doris Simhofer
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


21.11.2014 / 03.05.2019

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