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Verhütungsgel für Männer besteht erste Tests

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Ein Gel soll eine neue Verhütungsmethode für Männer darstellen. (Pixabay.com )

Es muss ja nicht immer die Frau verhüten, auch der Mann darf mal was beitragen. Forscher haben nun ein Verhütungsgel entwickelt, das zumindest bei Affen erfolgreich getestet wurde.

Das Kondom und die Pille geben in Österreich klar den Ton an, wenn es um Verhütung geht. Letztgenannte ist bei langfristigen Beziehungen nach wie vor unangefochtene Nummer Eins, obwohl die Zahl der Skeptiker steigt. Die Idee der hormonellen Verhütung bringt junge Menschen heute mehr zum Nachdenken als noch vor einigen Jahren. Alternativen gäbe es ja eigentlich genug, gerade neuere Methoden haben sich bislang aber kaum am Markt etablieren können.

Gel verhindert Fortpflanzung

Vielleicht gelingt genau das ja jenem Verhütungsgel, das Forscher in den USA entwickelt haben. Dieses wird Männern injiziert, um den Samenleiter zu verschließen. Schon vor längerer Zeit wurde das Gel erfolgreich an Kaninchen getestet, nun klappte auch ein Versuch mit Rhesusaffen. Im Untersuchungsraum von etwa 2 Jahren klappte bei keinem der mit dem Gel versorgten Affen die Fortpflanzung. Etwa 80% der unbehandelten Tiere hatten im selben Zeitraum hingegen sehr wohl Nachwuchs zu vermelden.

Neue Alternative?Neue Alternative?

Alleine aufgrund der Testergebnisse ist das Gel natürlich noch nicht marktfähig, der Ansatz dürfte aber durchaus Potenzial haben. Bisherige Verhütungsmethoden für den Mann haben jeweils mit einigen Problemen zu kämpfen. Kondome sind zweifelsohne effektiv und gerade bei kurzfristigen Beziehungen unersetzlich, viele Paare vermissen dabei aber das letzte Stückchen Nähe. Die Abklemmung oder Durchtrennung der Samenleiter hingegen ist relativ unbeliebt, weil sie nur schwer rückgängig gemacht werden kann.

Der verhütende Mann

Vor diesem Grund hat das Verhütungsgel - sofern weitere Tests ebenfalls positive Ergebnisse liefern - wohl mal eine Chance verdient. Für Frauen gibt es prinzipiell genügend Alternativen zur Pille, neben der ohnehin beliebten Spirale könnten da etwa auch der Kupferball oder das Verhütungspflaster genannt werden. Paare, die Verhütung zur Männersache erklären wollen, hatten bisher hingegen keine Qual der Wahl. Vielleicht ändert sich das ja schon bald.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


10.02.2017