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Verhütung bald mit Chips?

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Implantierte Microchips als zukünftige Verhütungsmethode. (Ricktop - Fotolia.com)

Konventionelle Verhütungsmittel, wie Kondom, Pille und Spirale, dürften bald ausgedient haben. Denn US-Forscher des renommierten MIT arbeiten gerade an einem implantierbaren Chip, der Frauen bis zu 16 Jahre lang vor einer Schwangerschaft schützen soll.

Einmal ausgereift, wird der Mini-Chip - er soll eine Größe von etwa 2x2 cm haben - mittels eines kleinen, örtlichen Eingriffs unter die Haut gesetzt. Sobald er dort platziert ist, soll er sich via Fernbedienung nach Belieben ein- und ausschalten lassen. Diese zukunftsträchtige Verhütungsmethode hebt sich durch zwei große Vorteile von den momentan verfügbaren Methoden ab: Erstens sollen Nebenwirkungen minimiert werden, da er in der Lage sein wird, immer exakt dieselbe Hormonmenge abzugeben und zweitens muss nicht mehr auf das tägliche Einnehmen der Pille geachtet werden.

Verhütungs-Chips: Bill Gates soll Projekt mittragen

Die Projektinitiatoren scheinen es ernst zu meinen. Zur Schaffung eines effizienten Forschungsumfeldes haben die Verantwortlichen eigens ein Unternehmen namens "MicroChips" gegründet. Ab 2016 sollen die ersten Tests an Menschen durchgeführt werden. Markteinführung ist für 2018 geplant.

 

Insidern zufolge soll die Idee von Bill Gates stammen. Besonders Frauen in Entwicklungsländern will er damit ein Stück Selbstbestimmung geben, da gängige Verhütungsmittel dort häufig nur schwer zu bekommen sind. Gates‘ Stiftung soll sich zudem mit 3,4 Millionen Euro am Projekt beteiligt haben.

Solange Chip gehackt werden kann, keine Zulassung

Momentan ist eine Zulassung, laut der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, aufgrund von Datenschutzproblemen aber noch undenkbar. Und zwar deshalb, weil das Funksignal, mittels dem Chip und Fernsteuerung miteinander kommunizieren, derzeit noch unverschlüsselt ist.

 

Dieser Umstand lässt die Gefahr entstehen, das System - ohne dem Wissen der Chip-Trägerin - willkürlich ein- und auszuschalten. Eine Kontrolle über die eigene Fruchtbarkeit ist damit nicht mehr gegeben.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


22.08.2014

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