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Beziehungs-Aus: 5 Tipps bei Trennungen

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Wenn die Beziehung zerbricht, ist es wichtig, die Kinder nicht in den Konflikt hineinzuziehen. (gstockstudio - Fotolia.com)

Ob man nun gemeinsam einen Schlussstrich zieht oder nur einer der Partner entscheidet, dass die Beziehung keine Zukunft hat - Trennungen tun weh. 5 Tipps, um das Beziehungs-Aus besser zu verarbeiten.

Eine Trennung oder Scheidung geht wohl an keinem Menschen spurlos vorüber. Verleugnung, Trauer und Wut sind häufige Stationen im Gefühlsleben, bevor eine Neuorientierung stattfinden kann. Den Blick nach vorne zu richten ist in so einer schwierigen Zeit besonders wichtig, verrät der in Wien praktizierende Beziehungscoach Dominik Borde. Was für den Einzelnen passt, muss individuell ausgehandelt werden, meint er: "Manche Ex-Partner freunden sich an und feiern alle Familienfeste gemeinsam. Manche dagegen fühlen sich mit einem auf das Notwendigste reduzierten Umgang wohler. Eine Zerreißprobe kommt irgendwann sowieso unweigerlich – nämlich dann, wenn einer der beiden einen neuen Partner hat." Der Beziehungscoach hat gesund.at 5 Tipps verraten, wie man Trennungen leichter überwinden kann.

Trennungs-Tipp 1: Trennung auch örtlich vollziehen

"Das Schlimmste, was Paare nach einer Trennung machen können, ist, dass einer der Partner lediglich auf die Couch übersiedelt, aber die beiden noch unter einem Dach, in einem Haushalt leben. Abstand heißt das Zauberwort", rät der Beziehungscoach. Persönliche Gegenstände, die Erinnerungen an den Partner wachrufen, sollten nach Möglichkeit weggeräumt werden. Und wie lange soll die Funkstille ausgehalten werden? "Für mindestens vier Wochen sollte es keinen Kontakt zwischen den Ex-Partnern geben. Weder per Telefon, noch per Mail, noch per SMS. Das ist wichtig, damit die Trennung auch tatsächlich ankommt und man sich sammeln kann."

Trennungs-Tipp 2: Rachegelüste nicht umsetzen

Besonders bei jenen, die verlassen wurden, macht sich irgendwann Wut breit - und manche sehnen sich sogar nach einem Racheakt. "Viele würden dem anderen die erlebte Enttäuschung und Demütigung gerne heimzahlen. Solange es bei finsteren Gedanken bleibt, ist das kein Thema. Auf keinen Fall aber sollten die Rachegelüste in die Tat umgesetzt werden oder der Ex und die gemeinsam verbrachten Jahre als einziger Fehler schlechtgemacht werden", warnt Borde. "Das ist nicht nur dem anderen gegenüber unfair, sondern auch schlecht für die eigene seelische Gesundheit und den eigenen Abschluss der Beziehung."

Trennungs-Tipp 3: Blick nach vorne richten

Apropos Abschließen: "Wichtig ist auch, sich nach dem Abschluss der Trauerphase nicht ewig in der Vergangenheit aufzuhalten, sondern bewusst den Blick nach vorne zu richten. Je rascher man wieder in die Zukunft blicken kann, desto entspannter wird man auch mit dem oder der Ex umgehen können", weiß der Beziehungscoach.

 

"Wer einen gemeinsamen Freundeskreis oder gemeinsame Kinder hat, kommt nicht darum herum, sie oder ihn wieder zu treffen. Klar, dass das erste Treffen nach der Trennung komisch ist. Aber es kann auch die Chance sein, eine neue Basis zu finden." Dabei gilt es, die Erwartungen niedrig zu halten, denn nicht jedes Paar kann auch nach dem Beziehungs-Aus ganz entspannt miteinander umgehen.

Trennungs-Tipp 4: Nicht sofort in etwas Neues stürzen

Das verletzte Herz in die Hände eines anderen Menschen zu legen, verschafft nur kurzfristig Ablenkung und eine Linderung des Trennungsschmerzes. "Eine neue Beziehung hat nur eine realistische Chance, wenn die alte auch tatsächlich abgeschlossen ist", meint Borde. "Wer sich Hals über Kopf nach einer Trennung in ein neues Abenteuer stürzt, verhindert zwar im Moment die Auseinandersetzung mit der Trennung. Aber die alte Beziehung wird ihn oder sie garantiert einholen." Das kann dann auch für den neuen Partner unschön enden.

Trennungs-Tipp 5: Kinder nicht hineinziehen

Kinder sollten rasch, ehrlich und nüchtern darüber informiert werden, wenn die Eltern sich für eine Trennung entscheiden. Im Idealfall sollten sich beide Elternteile Zeit für ein gemeinsames Gespräch nehmen. "Wichtig für Kinder ist die Versicherung, dass Mama und Papa sie lieben und weiterhin für sie da sein werden", betont Borde. "Kinder sollten auf keinen Fall in die Trennung mit hineingezogen werden oder sich für eine Seite entscheiden müssen."

 

Gegenseitige Schuldzuweisungen sind nichts für Kinderohren. Besser ist es, sich Zeit für Fragen des Kindes zu nehmen und zu erklären, wie die nähere Zukunft aussehen wird - wer auszieht, wo das Kind leben wird und wann es das andere Elternteil sehen kann.

AUTOR


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


27.07.2017 / 06.05.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
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Dominik Borde MSc
Foto (c):
Beziehung, Trainer und Autor in Wien

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