×

Sperma: Die Größe zählt!

Image Error
Diesen Artikel mit Freunden teilen
Durch längere Geißelzellen, die für Fortbewegung der Zellen sorgen, können Spermien sich gegenüber Mitbewerbern anderer Partner durchsetzen. (Tatiana Shepeleva - Fotolia.com)

Große Samenzellen sind bei der Fortpflanzung durchsetzungsfähiger. Sie können schneller und energischer schwimmen, wodurch sie Eizellen als erstes befruchten können.

Eine britische Studie hat sich mit männlichen Zebrafinken beschäftigt. Das Ergebnis: Männliche Zebrafinken mit dem größten Sperma haben die meisten Nachkommen. Große Spermien erreichten die Eizelle deutlich schneller. Auch bei der Zahl der erfolgreichen Befruchtungen schnitten die großen Spermien besser ab. Männliche Zebrafinken mit großen Samenzellen befruchteten 64 Eizellen, Männchen mit kleinen Spermien lediglich 36 aufwarten. Neben der Größe kommt es auf die Schnelligkeit an: Eine andere Studie bewies erst kürzlich, dass Spermien ihre Geschwindigkeit durch Gruppenschwimmen vervielfachen können.

Spermiengröße beim Menschen

Auf den Menschen sind die Studienergebnisse wahrscheinlich nur teilweise übertragbar. Es gibt Hinweise darauf, dass größere Spermien auch bei uns einen Fortpflanzungsvorteil mit sich bringen. Spermien überleben einige Tage im menschlichen Körper, können aber nicht längerfristig gespeichert werden, wie das bei manchen Vögeln der Fall ist. Deshalb dürfte sich die Größe der Samenzellen bei Menschen weniger massiv auswirken als bei den fortpflanzungsfreudigen Zebrafinken.

 

So gewinnen Spermien das Rennen um die Eizelle:

  • Geschwindigkeit: Durch längere Geißelzellen, die für Fortbewegung der Zellen sorgen, können Spermien sich gegenüber Mitbewerbern anderer Partner durchsetzen.

  • Power: Samenzellen haben eine Art Motor zwischen Kopf und Geißelzelle, der das Schwimmen steuert. Dieser treibt große Spermien dazu an, sich kraftvoller zu bewegen.

  • Gruppenschwimmen: Am Weg zur Eizelle bündeln sich Spermien in Gruppen, rotieren über ihren Kopf und schießen sich los, dadurch werden sie noch schneller.

 

Weibliche Finken können, im Gegensatz zum Menschen, Spermien im Körperinneren einlagern, um sie später zur Befruchtung einer Eizelle zu nutzen. Männchen mit größeren Spermien haben demnach nicht nur in der Gegenwart bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung, sondern ihre Samenzellen werden auch leichter für die Zukunft gespeichert.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


10.12.2014 / 06.05.2019

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von gesund.at, für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von gesund.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von gesund.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.

Information zur Datenverarbeitung in Drittstaaten
Die Informationen werden durch Partner und Anbieter ggf. auch in Drittstaaten (z.B. USA) verarbeitet. Damit besteht das Risiko, dass keine Datenschutz-Aufsichtsbehörde besteht und Betroffenenrechte u.U. nicht durchgesetzt werden können. Mit deiner Einwilligung erklärst du dich ungeachtet dessen mit der Verarbeitung deiner Daten in Drittstaaten einverstanden.