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Sind Sexroboter wirklich so gesund?

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Sollten sich Sexroboter am Markt durchsetzen, müsste man das Wort Intimität wohl neu definieren. (tiagozr / Fotolia)

Hersteller von Sexrobotern betonen die Gesundheitsvorteile ihrer Geräte. Zurecht?

Es liegt wohl im Auge des Betrachters, ob die Entwicklung von Sexrobotern als Zeichen einer nahenden Utopie oder Dystopie gewertet wird. Im Prinzip handelt es sich um extrem realistische Sexpuppen, die auf gewisse Signale reagieren und teilweise sogar einfache Dialoge führen können. Aufgrund ihres hohen Preises sind die Robo-Sexpartner noch nicht im Mainstream angelangt, Experten halten das Konzept aber für unaufhaltsam.

Therapeutischer Effekt?

Seitens der Hersteller wird gerne argumentiert, dass die Sexroboter sich sehr positiv auf unsere Gesellschaft auswirken werden. Insbesondere die gesundheitlichen Vorteile werden hierbei gerne betont. Britische Forscher haben diese Behauptungen im Rahmen einer neuen Studie kritisch hinterfragt. Dabei haben sie vier verschiedene Argumente identifiziert, mit denen Sexroboter-Hersteller gerne  ihre Produkte anpreisen:

  • Safer Sex
  • therapeutisches Potential
  • potentielle Behandlung Pädophiler und Sexualstraftäter
  • soziale Normen werden gelockert bzw. verändert

Alles nur Spekulation

Sämtliche Behauptungen müssen aus Sicht der Studienautoren zum jetzigen Zeitpunkt als reine Spekulation abgetan werden. Wissenschaftliche Belege gebe es nämlich keine dafür, zudem fanden die Forscher in allen Punkten überzeugende Gegenargumente. So seien die Puppen zwar auswaschbar und eine Übertragung von Sexualkrankheiten schließt sich bei normalen Gebrauch logischerweise ohnehin aus.

Wer haftet bei einem Unfall?

Dadurch könne man aber noch lange nicht auf sicheren Sex schließen. Es sei insbesondere auch rechtlich unklar, wer im Falle einer folgenschweren Fehlfunktion der Puppe haften müsse. Am therapeutischen Zweck der Roboter äußerten die Autoren ebenfalls große Zweifel. So könne das freie Ausleben gewaltsamer Phantasien an der Puppe im Gegenteil das Verlangen nach derartigen Praktiken sogar noch verstärken.

Glatt rasierte Roboter

Selbst das potentielle Auflockern sozialer Normen wollten die Forscher den Sexrobotern nicht zugestehen. Schließlich würden die zumeist weiblichen Puppen in aller Regel ohne Schambehaarung und sehr schlank daherkommen, wodurch gesellschaftlich vorherrschende Körperideale nur weiter verstärkt würden.

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