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Pornosucht

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Wer eine Suchmaschine bedienen kann, kommt heutzutage auch an Pornos. (freezeframe - Fotolia.com)

Dass man von Zigaretten, Alkohol und Rauschgiften abhängig werden kann, dürfte jedem klar sein. Noch relativ unbekannt und im ersten Moment absurd klingend ist hingegen die Pornosucht.

Jugendliche gelangen heute einfacher als je zuvor an pornographische Inhalte. Wenn auf dem Computer oder einem anderen internetfähigen Gerät von Eltern kein Kinderschutzprogramm installiert wird, benötigt es eigentlich nur die schnelle Bedienung einer Suchmaschine. Dieser vereinfachte Zugang zur Pornographie verändert nach Ansicht von Soziologen das Bild, das die heutige Jugend von Sex bekommt. Insbesondere junge Männer sehen sich immer öfter mit dem Problem konfrontiert, beim eigentlichen Geschlechtsverkehr kaum erregt zu sein.

Pornos als Aufklärung?

Porno-Filme vermitteln oftmals ein sehr extremes Bild von sexuellen Aktivitäten. Viele Jugendliche, die von diesem Bildmaterial praktisch aufgeklärt werden, entwickeln später Erektionsstörungen und ähnliche Symptome. Die Betroffenen bevorzugen es, beim Konsum von pornographischen Inhalten zu masturbieren anstatt mit einem anderen Menschen zu schlafen. Diese Abhängigkeit wird gemeinhin auch mit dem Wort Pornosucht zusammengefasst.

Ähnlichkeiten zur Drogensucht

Hinter dem Trendwort dürfte sich tatsächlich ein gesundheitliches Problem verstecken. Untersuchungen zufolge sind bei vermeintlich pornosüchtigen Personen Symptome zu erkennen, die etwa auch bei einer Drogensucht auftreten. Erst im vergangenen Jahr wurde sogar eine Studie veröffentlicht, die diese Ähnlichkeiten auch im Gehirn nachweisen konnte. Jene Teilnehmer, die angaben, womöglich eine Pornosucht zu haben, zeigten eine deutlich stärkere Reaktion auf entsprechende grafische Inhalte.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Herbert Hauser


ERSTELLUNGSDATUM


25.07.2017

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