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Wie die Pille auf den Zyklus wirkt

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Bei der Einnahme der Pille zur Verhütung kann es nach einem Monat, aber auch erst nach 3 Monaten zu einer Entzungsblutung kommen. (thingamajiggs - Fotolia.com)

Jede 2. Frau, die mit einer hormonkombinierten Pille verhütet, würde gerne auf die monatliche Blutung verzichten. Bei Anwendung einer neuen Pillengeneration kommt es nur alle 3 Monate dazu.

Obwohl der natürliche Menstruationszyklus der Frau unter Pilleneinnahme nicht stattfindet, haben Frauen dennoch regelmäßige Blutungen. Diese werden durch eine Pause der Einnahme - den Entzug der Hormone am Ende des Pillenzyklus - künstlich ausgelöst. Diese Blutungen werden daher auch Entzugsblutung genannt. Bei den meisten Pillen ist das Einnahmeschema so gewählt, dass jeden Monat eine Blutung auftritt, dieses Intervall lässt sich durch neue Pillenpräparate auf 3 Monate ausdehnen.

Künstliche Hormone beeinflussen den Zyklus

Ungefähr 90 Pillen-Präparate sind derzeit auf dem Markt, sie unterscheiden sich im Groben vor allem in der Hormonzusammensetzung und der Einnahmedauer:

 

Kombinationspräparate

 

Die meisten Pillen sind niedrig dosierte Kombinationspräparate eines Östrogens und eines Gelbkörperhormons (auch Gestagen genannt). Neben der Verhütung zeigen diese Präparate auch einen positiven Einfluss auf das Blutungsverhalten. Der Zyklus wird durch die Anzahl der eingenommen Tabletten bestimmt. Blutungen sind somit vorhersehbar, es gibt keine natürlichen Schwankungen. Zudem sind Blutungen unter Pilleneinnahme meist kürzer und leichter.

 

Es gibt für die Kombinationspille verschiedene Einnahmeschemen:

  • die klassische Monatspille (21 Tabletten und 7 Tage Pause oder 24 Tabletten 4 Tage Pause) oder erst seit kurzen

  • die 91 Tage Pille, die als Langzyklus bezeichnet wird.

 

Je nach Anzahl der Tabletten tritt die Entzugsblutung monatlich oder nur alle 3 Monate auf.

 

Bestimmte Gestagene zeigen einen positiven Effekt auf die Haut, da sie die Wirkung männlicher Hormone blockieren. Diese Pillen eignen sich insbesondere für Frauen mit Akne oder unreiner Haut.

 

Minipille

 

Für Frauen, die kein Östrogen vertragen oder sich nach einer Schwangerschaft noch in der Stillzeit befinden, steht die Minipille zur Verfügung. Sie wird auch östrogenfreie Pille genannt, da sie nur das Hormon Gestagen enthält. Die Minipille wird täglich ohne Unterbrechung eingenommen, es gibt keine pillenfreien Tage. Blutungen treten unregelmäßig oder gar nicht auf.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


22.05.2015 / 07.05.2019
QUELLEN
Pressekonferenz: "Frauen haben die Wahl Neue Verhütung mit Zusatznutzen", in Wien am 19.05.2015

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