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Anhören: Wie der weibliche Orgasmus wirklich klingt

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Wie unterschiedlich der weibliche Orgasmus klingen kann, präsentiert die Homepage eines spanischen Sexspielzeug-Herstellers. (Antonioguillem - Fotolia.com)

Kaum ein Teil der menschlichen Sexualität ist von so vielen Mythen umrankt wie der weibliche Orgasmus. Wie unterschiedlich dieser bei verschiedenen Frauen klingt, kann jetzt im Internet angehört werden.

"Sex sells", das gilt scheinbar auch in der Wissenschaft. Warum Menschen miteinander schlafen, wie sie es tun und was genau dabei passiert, ist bestens erforscht. So zeigen Studien etwa immer wieder auf, wie gesund der (geschützte) Geschlechtsverkehr für unseren Körper ist. Die Beanspruchung zahlreicher Muskeln ist praktisch als Training zu verstehen, Ejakulation kann vor Krebs schützen und außerdem sorgt die Ausschüttung von Glückshormonen für gute Stimmung.

Wissenschaftliches Mysterium

Doch trotz all dieser Informationen bleibt der weibliche Orgasmus in der Medizin gewissermaßen ein Mysterium. Manch ein Forscher zweifelt die Existenz des Vaginalorgasmus an, andere halten das Ejakulat für Urin. Andere Studien wiederum behaupten, ein außergewöhnlicher Pilz würde Frauen wesentlich effektiver zum Höhepunkt bringen als jede Sexualpraktik.

Orgasmus mit der Welt teilen

Aber auch abseits der Wissenschaft scheint das Thema eine Faszination auszuüben, wie ein spanischer Sexspielzeug-Hersteller belegt. Er fordert Frauen auf, mit Hilfe einer App ihren eigenen Orgasmus aufzunehmen und - selbstverständlich anonym - im Internet mit der Welt zu teilen. Die gesammelten Aufnahmen können auf der Homepage der Firma in einem scheinbar endlosen Stream angehört werden. Zu jedem Ton gibt es außerdem eine simple Grafik, die das Ganze optisch untermalt.

Im Hintergrund bellt der Hund

Das Ergebnis ist eine Ansammlung von Stöhnen in unglaublich vielen verschiedenen Tonlagen, zahlreichen "Sí"-Rufen und ein paar kurzen Flüchen. Teilweise zu hörende Hintergrundgeräusche - vom Fernseher bis hin zum bellenden Hund - sorgen für eine fast schon peinliche Authentizität. Doch was einen anfangs noch die Schamesröte ins Gesicht treibt, wird irgendwann zu einem ebenso witzigen wie interessanten Erlebnis, dem eine gewisse Faszination nicht abzuschreiben ist.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


01.06.2016

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