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Besser reden nach dem Sex dank Oxytocin

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Nach dem Sex in den Federn zu tratschen, ist dank Oxytocin besonders angenehm. (Olesia Bilkei - Fotolia.com)

Oxytocin, das Kuschelhormon ist ein wahrer Glücksbringer. Es fördert nicht nur die emotionale Bindung zwischen Paaren, sondern sorgt auch dafür, dass Mann und Frau nach dem Sex mehr miteinander reden.

Oxytocin hat eine wichtige Rolle in Schwangerschaft, Geburt und der Stillzeit. Aber schon davor, nach dem Sex hat es eine Bindungsfunktion. Vor allem beim Orgasmus wird eine Menge Oxytocin im Gehirn ausgeschüttet. Das "Liebeshormon" bereitet romantische Gefühle, es lässt den Partner noch attraktiver erscheinen und stärkt das Gefühl der Verbundenheit und Treue. Dank Oxytocin lässt es sich nach gemeinsamem, als schön erlebten Sex, besonders gut plaudern. Gute Orgasmen führen zu mehr Ruhe und Offenheit beim Austausch. Forscher bestätigen die kommunikationsanregende Wirkung von Oxytocin anhand einer physiologischen Studie.

Oxytocin steuert den Orgasmus

Bislang war Oxytocin vor allem dafür bekannt, die Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken ("Bonding"), da es sowohl bei der Geburt als auch beim Stillen in Mamas und Babys Gehirn ausgeschüttet wird. Die wichtige Rolle von Oxytocin in Beziehungen zwischen Mann und Frau wird nun immer bekannter.

 

Schon um einen Orgasmus überhaupt biochemisch möglich zu machen, benötigt der Körper Oxytocin. Über das Blut wird es bei körperlicher Nähe und sexueller Erregung im Körper verteilt. Je mehr von dem Bindungshormon produziert wird, desto besser funktioniert auch die Befeuchtung der Vagina. Die glatte Muskulatur der Gebärmutter kontrahiert durch Oxytocin beim Höhepunkt, beim Mann steuert das Hormon den Samenleiter bei der Ejakulation.

Warum Oxytocin Paare zu Plaudertaschen macht

Wenn beim sexuellen Höhepunkt Oxytocin durch die Blutbahnen strömt, löst dies folgende physische und psychische Reaktionen im Körper aus:

  • Stress und Ängste werden reduziert

  • Verstärktes Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen

  • Gelöstheit, Ruhe und Offenheit

  • Intensiver Wunsch nach Treue und Nähe

  • Verbesserte Fähigkeit die Emotionen des Gegenübers zu lesen: Man versteht sich besser, ist empathischer

 

Vor allem die Empathie, die Paare nach dem Sex füreinander haben, ist förderlich für den sogenannten "Pillow-Talk" (Polster-Gespräch). Gemütlich zwischen den Kissen regt das Oxytocin-Hoch zum Austausch über Gott und die Welt an, man ist ruhiger und kann sich in diesem Moment besonders auf das Gegenüber einlassen.

AUTOR


Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


14.10.2014

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