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Warum machen wir beim Küssen die Augen zu?

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Die allermeisten Menschen haben beim Küssen die Augen geschlossen. (Pixabay.com)

Wissenschafter haben herausgefunden, warum wir während des Kusses unsere Augen schließen. Eine weit verbreitete Theorie wurde dabei über den Haufen geworfen.

Ganz gleich, ob wir mit einem Kuss die Ehe besiegeln oder uns einer unbedeutenden Romanze hingeben – die Augen sind dabei immer geschlossen. Bislang wurde davon ausgegangen, dass sich der menschliche Blick einfach auf nichts fokussieren kann, das so nah vor uns ist wie der geküsste Partner. Stimmt aber nicht, Grund für das Schließen der Augen ist vielmehr unsere Unfähigkeit zum Multi-Tasking.

Fokus auf das Wesentliche

An einer Universität in London haben Psychologen im Rahmen einer Studie das Phänomen endgültig geklärt. Wenn sich das menschliche Gehirn zu sehr mit visuellen Reizen beschäftigt, sind wir nicht mehr in der Lage, Berührungen richtig wahrzunehmen. Die automatische Reaktion unseres Körpers: Beim Küssen machen wir die Augen zu, um uns voll und ganz auf den sinnlichen Augenblick konzentrieren zu können.

Vibrieren bleibt unerkannt

So erklärt es sich also, dass wir während des Schmusens im Normalfall keine menschliche Haut aus allernächster Nähe zu sehen bekommen. Das stört wohl die wenigsten, das selbe Phänomen macht sich aber auch in anderen Bereichen des Lebens bemerkbar. So nehmen viele Menschen das Vibrieren ihres Handys in der Hosentasche nicht wahr, wenn sie gleichzeitig in einer größeren Menge intensiv nach jemanden Ausschau halten. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


22.03.2016

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