×

Mythos Jungfernhäutchen: 11 Mythen

Image Error
Diesen Artikel mit Freunden teilen
Häufig bluten Frauen ganz wenig oder gar nicht, wenn das Jungfernhäutchen reißt. (chatuphot / Shutterstock.com)

Das Jungfernhäutchen, auch "Hymen" genannt, ist eine dünne Haut, die den Scheideneingang umschließt. Sie ist mythenumrankt - hier erfahren Sie, was wirklich stimmt!

Das Wort "Jungfernhäutchen" deutet bereits darauf hin: Diese Haut haben nur Jungfrauen, Frauen vor ihrem ersten Mal Sex. In vielen Kulturen ist das Hymen nach wie vor wichtig, und wird verwendet, um zu "diagnostizieren", ob eine Frau bereits Geschlechtsverkehr hatte. Dabei ist der Zusammenhang von Sex und Jungfernhäutchen, gar nicht so eindeutig: Reißt das Hymen durch Sport, Tampons, oder Selbstbefriedigung? Schmerzt es immer, wenn es durchtrennt wird? 11 Mythen zum Mythos Jungfernhäutchen.

Mythos 1: Das Jungfernhäutchen bedeutet, dass man Jungfrau ist

Falsch! "Jungfrau" zu sein bedeutet, dass man noch nie Sex hatte. Es gibt aber Frauen, die trotz ihrem ersten Mal noch ein Hymen besitzen. Und auch Frauen mit gerissenem Hymen, die noch nie Sex hatten. Das Jungfernhäutchen ist nicht der entscheidende Faktor.

Mythos 2: Bei Selbstbefriedigung kann das Jungfernhäutchen reißen

Teilweise wahr. Wird bei der Masturbation nur die Klitoris berührt, kann dem Hymen nichts passieren. Auch bei Selbstbefriedigung mit dem Finger reißt das Jungfernhäutchen normalerweise nicht. Sobald etwas in die Vagina eindringt, kann das Hymen jedoch durchtrennt werden.

Mythos 3: Das Jungfernhäutchen hat keine gesundheitliche Bedeutung

Falsch! Bei kleinen Mädchen bietet das Jungfernhäutchen einen gewissen Schutz vor dem Eindringen von Schmutz in die Vagina. Ab der Pubertät reinigt sich dieses Organ aber durch Ausfluss und Menstruation selbst, und das Hymen erfüllt keine notwendige Funktion mehr.

Mythos 4: Mit einem Tampon kann das Jungfernhäuten reißen

Falsch! Das Hymen ist flexibel und ein Tampon zu klein, um es einzureißen. Tampons können schon bei der ersten Regelblutung problemlos verwendet werden. Wem große Tampons unangenehm sind, kann zur "Mini"-Größe greifen und diese häufiger wechseln.

Mythos 5: Das Jungfernhäutchen wächst wieder zu, wenn man länger keinen Sex hat

Falsch! Einmal gerissen, wächst das Jungfernhäutchen von alleine nicht wieder nach.

Mythos 6: Jungfernhäutchen kann man durch eine OP wiederherstellen

Richtig! In manchen Kulturen ist es wichtig, mit intaktem Jungfernhäuten in eine Ehe zu gehen. Wenn das Hymen eingerissen ist, kann es durch eine Operation wiederhergestellt werden.

Mythos 7: Beim ersten Mal reißt das Jungfernhäutchen immer

Falsch! Das Jungfernhäutchen ist weich und dehnbar. Deshalb reißt es beim ersten Geschlechtsverkehr nicht immer ein. Manchmal reißt es sogar erst bei der Geburt des ersten Kindes vollständig.

Mythos 8: Durch Sport kann das Jungfernhäutchen reißen

Falsch! Das Jungfernhäutchen ist sehr flexibel und macht eigentlich alle sportlichen Bewegungen wie Radfahren, Schwimmen, Laufen, Reiten, etc. mit. Immer wieder wird von Fällen berichtet, in denen das Hymen bei Bewegung gerissen sein soll, und manche Mädchen trauen sich deshalb nicht einmal, gewisse Sportarten zu machen. Diese Angst ist unbegründet.

Mythos 9: Wenn das Jungfernhäutchen reißt, blutet man immer

Falsch! In manchen Kulturen wird ein blutiges Bettlaken in der Hochzeitsnacht als "Beweis" der Jungfräulichkeit angesehen. Das ist in der Realität ein Mythos: Häufig bluten Frauen ganz wenig oder gar nicht, wenn das Hymen reißt.

Mythos 10: Das Jungfernhäutchen sieht bei allen Frauen gleich aus

Falsch! Wie auch die Schamlippen sieht das Jungfernhäutchen bei jeder Frau ein bisschen anders aus. Die Haut kann glatt oder gefranst aussehen – es gibt kein "perfektes" oder "normales" Hymen. Frauenkörper sind verschieden, und das ist gut so!

Mythos 11: Jedes Mädchen wird mit einem Jungfernhäutchen geboren

Falsch! Selten, aber doch kommen Mädchen schon ohne Jungfernhäutchen zur Welt. Bei etwa 0,03 % aller Frauen "fehlt" das Hymen also von Anfang an. Medizinisch betrachtet bringt das kaum Nachteile mit sich.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


25.07.2017 / 04.04.2019

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von gesund.at , für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von gesund.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von gesund.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.