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Homo-Ehe lässt Selbstmordraten purzeln

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Dass in vielen Ländern nun auch Homosexuelle zum Traualtar schreiten dürfen, wirkt sich bereits positiv auf die psychische Gesundheit aus. (Pixabay.com)

In immer mehr Ländern spielt das Geschlecht der Partner bei der Eheschließung keine Rolle mehr. Dass auch Homosexuelle heiraten dürfen, könnte für eine niedrigere Selbstmordrate sorgen.

Jene Zeiten, in denen gleichgeschlechtliche Liebe für viele Menschen ein unfassbarer Tabubruch war, sind wohl endgültig vorbei. Stigmas gegenüber Homosexuellen gehören sicherlich noch nicht völlig der Vergangenheit an, es hat sich aber bereits viel getan. Inwiefern diese Entwicklung gerade bei jungen Menschen Balsam für die Seele ist, zeigt ein verblüffender statistischer Zusammenhang aus den USA.

Offene Politik, weniger Selbstmorde

Denn dort sind die Selbstmordraten von homosexuellen High School-Schülern erheblich gesunken, seit 2003 erstmals in einem Bundesstaat gleichgeschlechtliche Eheschließungen erlaubt wurde. Wenig überraschend verbesserten sich die Zahlen vor allem in jenen Regionen, die sich Homosexuellen gegenüber besonders offen zeigen. In Bundesstaaten, die in den letzten 15 Jahren eine vergleichsweise eher homophobe Politik verfolgten, zeichnete sich der positive Trend hingegen wesentlich schwächer oder gar nicht ab.

Indirekte Auswirkungen

Damit wird einmal mehr deutlich, wie politische Entscheidungen auch indirekt zu Veränderungen in der Gesellschaft führen können. Denn wer gerade auf der High School seinem Schulabschluss hinterherjagt, ist im Normalfall von einer möglichen Eheschließung noch einige Jahre entfernt. Vor dem Gesetz gleichgestellt zu sein führt aber dazu, dass Homosexuelle weniger stigmatisiert werden. In weiterer Folge verringert sich das Risiko für psychische Probleme, was wiederum die sinkenden Selbstmordraten erklärt.

Starkes Umfeld

So erfreulich diese Entwicklung auch ist, der Status Quo ist - nicht nur in den USA - besorgniserregend. Die fast schon global schwierige Lage am Arbeitsmarkt führt gerade bei jungen Leuten zu unfassbarem Druck, der manchmal kaum zu bewältigen scheint. Schon im Schulalter werden Menschen mit extrem schwierigen Entscheidungen über ihre Zukunft konfrontiert. Umso wichtiger ist es, ein Umfeld zu haben, das einerseits stärkend zur Seite steht, andererseits aber auch offen über mögliche psychische Probleme spricht.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


23.02.2017

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