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Wann wissen Hoden, dass sie Spermien produzieren sollen?

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Schlüsselfaktor bei der Produktion von Spermien ist die Retinsäure. (Kateryna Kon - Shutterstock.com)

Die Hoden produzieren über ein ganzes Leben hinweg Billionen von Spermien. Würden sie alle auf einmal erzeugt werden, wären Männer sehr bald unfruchtbar.

Würden alle Spermien auf einmal produziert werden und bei einem Ejakulat den Körper verlassen, so könnten Männer danach keine Kinder mehr zeugen - Es muss das richtige Verhältnis da sein. Eine neue Studie erklärt woher die Hoden wissen, dass sie Spermien produzieren müssen - Und wie viele es sein dürfen.

Hoden entscheidet, wie viel Spermien er produziert

In Japan wurde eine Studie vorgelegt, die erklärt, wie Hoden wissen, dass sie Spermien produzieren sollen. Dem liegt ein nicht unkomplizierter Prozess zu Grunde. Spermienzellen leiten sich von Stammzellen der Hoden ab. Wenn sich diese Stammzellen trennen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Sie werden ein neues Paar an Stammzellen, die im Hoden verbleiben.

  • Sie werden zu spezialisierten Zellen, die im weiteren Prozess zu Spermien werden.

Retinsäure: Hoden weiß, wann er Spermien produziert

Die Hoden haben die Aufgabe, die Balance zwischen normalen Stammzellen und spezialisierten Zellen aufrecht zu halten. Wie die neue Studie nun herausgefunden hat, wird diese Balance durch ein winziges Detail sichergestellt. Nur ein Teil der Zellen ist so geformt, dass sie Retinsäuren, natürliche Botenstoffe im Hoden, an sich binden können. Genau diese Zellen werden dann zu Spermien, da die Retinsäure vom Körper ausgeschüttet wird, sobald die Hoden Spermien produzieren sollen.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


08.05.2015 / 09.05.2019

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