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#smearforsmear: Lippenstift-Foto gegen Gebärmutterhalskrebs

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#smearforsmear: Schon jetzt vergleichbar mit der Ice-Bucket-Challenge gegen ALS. (Georgia May Jagger via Instagram)

Fotos von absichtlich verschmierten Lippenstift-Mündern kursieren derzeit im Internet. Sie sind Teil der #smearforsmear-Kampagne, die Frauen dazu auffordert, Vorsorgeuntersuchungen für Gebärmutterhalskrebs wahrzunehmen.

Die Kampagne läuft seit 11 Tagen und zählt bereits 11.345 Einträge auf Twitter. Auch auf Facebook und Instagram finden sich Postings mit dem Hashtag "smearforsmear". "Smear" hat im Englischen eine clevere Doppel-Bedeutung. Einerseits steht es für "verwischt", was sich auf die Lippenfarbe bezieht, die auf den Fotos über die Mundkonturen hinaus verstrichen werden. Andererseits heißt "smear" auch Abstrich, und genau darum geht es: Mindestens 1 Mal jährlich sollten Frauen beim Gynäkologen einen Abstrich machen lassen, um veränderte Zellen im Gewebe rechtzeitig zu erkennen. Nur so kann die lebensrettende Krebs-Behandlung rechtzeitig einsetzen.

Prominente Lippenstift-Verschmiererinnen

Models und Sängerinnen tweeten Fotos ihrer schönen Münder. Die Aktion wird schon jetzt mit der Ice-Bucket-Challenge gegen ALS verglichen.

 

Supermodel Georgia May-Jagger (siehe Foto) und Sängerin Rita Ora sind nur 2 der prominenten Mitglieder des neuen Lippenstift-Trends. Zum Mitmachen aufgerufen wurden sie von der Organisation Jo’s Cervical Cancer Trust, die Frauen mit Gebärmutterhalskrebs und deren Familien Rat und Unterstützung bietet. Mit der Twitter-Kampagne #smearforsmear ist ihr ein medienwirksamer Durchbruch gelungen. Gebärmutterhalskrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei jungen Frauen unter 35. Gerade sie sollen durch die poppigen Lippenstift-Bilder angesprochen werden und sich besser um ihre eigene Gesundheit zu kümmern.

Abstrich gut, Vorsorge besser

Noch besser sei es laut der Organisation aber, überhaupt gar nicht erst an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Deshalb befürworten sie die HPV-Impfung. Der Human Papilloma Virus ist für 90 % der Erkrankungen verantwortlich. Gebärmutterhalskrebs ist somit die einzige Krebsart, gegen die es bereits eine vorbeugende Impfung gibt. Anfängliche Gerüchte, dass die Impfung starke Nebenwirkungen hätte und z.B. Multiple Sklerose auslöse, erwiesen sich als falsch.

Auch Männer aufgefordert

Übrigens: Wie schon bei "Movember" ist nicht nur das Geschlecht angesprochen, das an Gebärmutterhalskrebs erkranken kann. Männer haben keine Gebärmutter, können aber dennoch Frauen unterstützen. Deshalb wurden schon viele männliche #smearforsmear Bilder getweetet, die beweisen: Auch mitten im Bart kann Lippenstift für den guten Zweck verschmiert werden.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


05.02.2015

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