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Brettspiele fördern die Liebe

Mann und Frau küssen sich während dem Schachspielen, weil Brettspiele die Liebe fördern.
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Brettspiele sorgen einer neuen Studie zufolge für frische Verliebtheit. (Ruslan Galiullin / Shutterstock.com)

Ran an die Würfel! Für neues Feuer in einer langjährigen Beziehung könnten ausgerechnet Brettspiele sorgen.

Die Aufregung der ersten Wochen und Monate in ein nachhaltig funktionierendes Zusammenleben zu übersetzen, ist wohl die größte Herausforderung einer langjährigen Beziehung. Während man am Beginn einer Romanze auf Wolke Sieben zu schweben scheint, kehrt früher oder später der Alltag ein. Das muss prinzipiell nichts Schlechtes bedeuten, ein bisschen Verliebtheit sollte aber immer dabei sein.

 

Einen wesentlichen Beitrag dazu liefert Oxytocin. Oft als Kuschel- oder auch Liebeshormon bezeichnet, sorgt es beim Menschen für romantische Gefühle. Schüttet der Körper Oxytocin aus, empfinden wir heimelige Wärme, das Bedürfnis nach Kuscheln und natürlich Liebe. Der einzige Haken an der Geschichte ist, dass das Hormon erst stimuliert werden muss. Von sich aus kommt der Körper nämlich nicht auf die Idee, Oxytocin auszuschütten.

Spiele romantischer als gedacht?

Welche Aktivitäten das Liebeshormon anstacheln, haben Forscher im US-amerikanischen Bundesstaat Texas untersucht. Ein bemerkenswert gutes Ergebnis erzielte ein Hobby, das wohl gemeinhin nicht unbedingt als allzu romantisch aufgefasst wird: Brettspiele. Paare, die sich gemeinsam würfelnd auf die Jagd nach bösen Monstern machen oder aber sich gegenseitig ein nachdenkliches Duell liefern, dürfen sich über eine Liebeswelle freuen.

 

Für die Studie analysierten die Wissenschafter Urinproben von etwa 20 Pärchen. Neben Brettspielen sorgte auch das gemeinsame Erschaffen eines Kunstwerks für gute Werte. Bei Paaren, die im Untersuchungszeitraum beiden Aktivitäten nachgingen, stieg der Oxytocinanteil im Blut von durchschnittlichen 3,86 auf 4,88 Nanogramm an.

Aufmerksamkeit schenken

Insbesondere der positive Effekt der gemeinsamen künstlerischen Beschäftigung erschien den Studienautoren naheliegend. Sie beobachteten, wie sich die Paare gegenseitig beim Kunstschaffen unterstützten, indem sie direkt halfen oder aber mit aufmunternden Worten zur Seite standen. Überraschender kommt das gute Ergebnis von Brettspielen. Dass manch ein schlechter Verlierer mehr Liebe als Wut für seinen triumphierenden Gegner empfindet, ist eigentlich schwer vorstellbar.

 

Womöglich ist die Art der Aktivität aber auch relativ egal, sofern man seine Aufmerksamkeit voll und ganz der Zeit mit seinem Partner widmet. Erst unlängst hat eine Studie offenbart, dass Smartphones unseren Beziehungen schaden könnten. Wer selbst bei gemeinsamen Aktivitäten oder Gesprächen stets aufs Handy schielt, strahlt naturgemäß nur wenig Verliebtheit aus.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


27.03.2019

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