×

Hohe Bildung lässt Frauen später Sex haben

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Wann Frauen das erste Mal Sex haben, ist auch vom Bildungsniveau abhängig. (George Rudy - Shutterstock.com)

Wer klug ist, verhütet nicht nur ordentlich, sondern hat auch später Sex. Das legt zumindest eine neue Studie nahe, die einen Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Zeitpunkt des ersten Mals feststellt.

Sofern man auf die richtige Verhütung achtet, ist Sex ganz nüchtern gesehen eigentlich eine kluge Sache. Geschlechtsverkehr ist schließlich gleich in mehrfacher Hinsicht gesund, sorgt er doch unter anderem für ein Ausschütten von Glückshormonen und ein Training zahlreicher Muskeln. Einer Umfrage des Pharmaunternehmens Gynial zufolge sind es aber ausgerechnet besonders intelligente Frauen, die lange auf Sex verzichten.

Mehr Bildung, später Sex

Demzufolge hat eine Frau umso später ihr erstes Mal, je höher ihre Bildung ist. Im Schnitt erleben Mädchen übrigens mit 17 Jahren den ersten Geschlechtsverkehr, was sich im Vergleich zu früher nicht verändert hat. Obwohl oft über die Sexualisierung von Jugendlichen diskutiert wird, zeigen also zumindest die Zahlen kein neues Bild. Unverändert ist auch die Situation bei den Verhütungsmitteln, wo nach wie vor die zwei Klassiker dominieren.

Aufpassen reicht nicht

Beim ersten Mal verhüteten 47% mit einem Kondom, 35% hingegen bereits mit der Anti-Baby-Pille. Als bedenklich sind jene 9% zu interpretieren, die angaben, einfach "aufgepasst" zu haben. Immerhin 6% der Frauen gaben sogar zu, auch heute noch auf diese fragwürdige Weise zu "verhüten". Experten vermuten eine eklatante Wissenslücke, die wohl nur mit verstärkter Aufklärung an Schulen behoben werden könnte.

Frauenarzt des Vertrauens

Auch in Sachen Verhütung spielt übrigens das Bildungsniveau eine gewichtige Rolle. Je höher dieses ist, umso größer ist auch die Chance, dass sich die Frau gemeinsam mit ihrem Partner über die geeignete Methode berät. Unterm Strich führen trotz positiver Entwicklung aber nur 22% derartige Gespräche mit ihrem Liebsten. Der Frauenarzt steht bei dieser Thematik offensichtlich weitaus höher in der Gunst, 69% reden mit ihm über die Verhütung.

Meno-was?

Manche Zahlen über das Unwissen der Befragten sind regelrecht schockierend. So gaben etwa 22% an, nach einer Geburt gar nicht zu verhüten. Der unsinnige Mythos, wonach es unmöglich sei, gleich wieder schwanger zu werden, ist scheinbar tief in der Gesellschaft verankert. Verblüffend sind auch jene 19%, die nicht wissen, was sich hinter dem Begriff der Menopause versteckt.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


07.03.2017

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


gesund.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.