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Chemie-Kosmetik: Früher in die Wechseljahre

Kosmetika, die dazu führen, dass Frauen früher in die Wechseljahre kommen
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Die Chemikalien bestimmter Kosmetika stehen im Verdacht, für ein verfrühtes Auftreten der Wechseljahre zu sorgen. (beo88 / Fotolia)

Eine Dauer-Belastung mit bestimmten Chemikalien verändert den Hormonhaushalt. Dadurch kommen Frauen durchschnittlich bis zu 3,8 Jahre früher in die Wechseljahre. Manche dieser Schadstoffe sind in Kosmetika zu finden.

Wissenschafter der Washington University in St. Louis untersuchten dazu die Chemie-Belastung in Blut und Urin von 5.700 Frauen. Chemikalien wie Phthalate werden als Weichmacher in Plastikprodukten eingesetzt, können aber auch durch die Haut aufgenommen werden, wenn sie in Kosmetika vorhanden sind. Laut Studienergebnis bestand ein direkter Zusammenhang zwischen erhöhtem Phthalat-Level im Körper und dem verfrühten Eintreten der Wechseljahre. Das kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken, da mit einem früheren Wechsel das Risiko steigt, Osteoporose oder Herz-Kreislauferkrankungen zu entwickeln.

Chemikalien prägen Hormonfunktion

Bestimmte Chemikalien wirken ähnlich wie Hormone, z.B. Östrogene. Dadurch können sie die Tätigkeit der Fortpflanzungsorgane in Männern und Frauen beeinflussen. Phthalate etwa beeinflussen die Funktion der Eierstücke und den gesamten weiblichen Hormonhaushalt so, dass die Wechseljahre um 1,9 bis 3,8 Jahre früher einsetzen. Normalerweise beginnt der Wechsel im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Eine erhöhte Belastung mit Chemikalien könnte demnach dazu führen, dass schon Frauen mit 41,2 statt 45 Jahren in den Wechsel kommen.

Bessere Kosmetik wählen?

Kosmetik-Produkte sind eine Quelle, durch die der Körper Phthalate und andere Hormon-beeinflussende Chemikalien aufnimmt. Apps wie TOXFOX scannen den Barcode von Duschgels, Hautcremes und Co, um noch vor dem Kauf vor schädlichen Inhaltsstoffen zu warnen. Auch der Umstieg auf Natur-Kosmetik kann eine Belastung senken. Manche bedenklichen Konservierungsstoffe in Kosmetik werden künftig von der EU stärker reguliert. Dennoch ist ein bewusster Konsum die einzige Möglichkeit, sich selbst zuverlässig vor Phthalaten und Co zu schützen.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


04.02.2015

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