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Ist das Wasser warm, droht Badedermatitis

Bisamratte kratzt sich wegen Badedermatitis
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Bei der Bisamratte unwahrscheinlich, beim Menschen gut möglich: Wenn es nach dem warmen Badespaß juckt, ist es vielleicht Badedermatitis. (Uryadnikov Sergey / Fotolia)

Hohe Wassertemperaturen fördern indirekt das Aufkommen von Zerkarien – und die können Badedermatitis auslösen.

Selbst wenn es noch so heiß ist: Die ersten Schritte in den kühlen Badesee sind meistens eine Herausforderung. Dementsprechend sollte man sich über höhere Wassertemperaturen ja eigentlich freuen können, doch genau dabei gibt es einen Haken. Denn über ein paar biologische Umwege fördert wärmeres Wasser einen nervigen Ausschlag, der in der Fachsprache als Badedermatitis bezeichnet wird.

Jucken, Röten, Quaddeln

Typische Symptome sind stark juckende, rötende Stellen sowie die Bildung von Quaddeln - kleine punktförmige Erhebungen der Haut. Immerhin klingen die Beschwerden in aller Regel nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Sofern andere Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden können, sind keine langfristigen Probleme zu befürchten.

Das Wasser ist unschuldig!

Das Auftreten einer Badedermatitis ist übrigens kein Grund, den zuletzt besuchten See künftig zu meiden. Schuld ist nämlich keinesfalls eine niedrige Wasserqualität. Vielmehr ist es so, dass sich bei hohen Wassertemperaturen auch Wasserschnecken sehr wohl fühlen und sich schneller fortpflanzen. In den Schnecken entstehen wiederum Zerkarien.

Zerkarien wollen gar nicht zu uns

Dies sind kleine Parasiten, die von ihren Trägern ausgeschieden werden und anschließend im Wasser nur einen Tag überleben. Dementsprechend müssen sie möglichst schnell in Wasservögel gelangen, wo sie sich fertig entwickeln können. Ein Kontakt mit Menschen ist prinzipiell nicht geplant, da die Zerkarien auch dort schnell absterben. Passiert es aber eben doch, droht uns bei mehrfachen Befall eine Badedermatitis.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


26.06.2018

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