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Lieber nicht: Enge Unterwäsche hat Nebenwirkungen

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Traditionelle Unterwäsche ist gegenüber Shapewear wohl zu bevorzugen. (Pixabay.com)

Mit der sogenannten Shapewear soll schon Kaiserin Sisi ihren Körper in die gewünschte Form gebracht haben. Mediziner warnen aber vor den Risiken der engen Unterwäsche.

Wenn sich unser Körper in der gewählten Garderobe nicht ganz so präsentiert, wie wir uns das vorstellen, gibt es einen beliebten Trick. Als Shapewear wird eine besonders enge Form der Unterwäsche bezeichnet, mit der unsere Konturen in die gewünschte Form gebracht werden sollen. Die Idee ist relativ alt, der Geschichtszuschreibung zufolge hat bereits Kaiserin Sisi darauf zurückgegriffen. Momentan erlebt die Shapewear ein regelrechtes Revival, immer mehr Prominente setzen auf die bewährte Methode.

Druck auf die Organe

Ärzte sind von dem Hype tendenziell wenig begeistert, wie das Krankenhaus Freistadt in einer Pressemitteilung bekannt gab. Demnach kann ein regelmäßiges Tragen der engen Unterwäsche zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Im Bauchbereich leiden die inneren Organe unter dem großen Druck. Es kann zu Sodbrennen und in weiterer Folge zu Entzündungen der Schleimhäute von Magen oder Speiseröhre kommen.

Krampfadern gefördert

Ebenso wenig gefeit vor der Belastung sind die Beine, in denen durch enge Unterwäsche die Durchblutung gehemmt werden könnte. Krampfadern oder sogar Blutgerinnsel sind möglich, insbesondere Sitzen schadet den Shapewear-Trägern. Kommt es zu Schmerzen oder gar einem Taubheitsgefühl in den Beinen sollte dies als Alarmzeichen erkannt werden. Wer von solchen Symptomen betroffen ist, sollte lieber wieder zu lockerer Unterwäsche greifen.

Lieber etwas verändern

Die Begeisterung rund um die formende Unterwäsche ist aber nicht nur aus körperlicher Sicht zu hinterfragen. Wenn sich Menschen im Jahr 2017 immer noch für etwas zu große Oberschenkel oder ein bisschen Bauchfett schämen, läuft in der Gesellschaft wohl einiges schief. Selbst hohes Übergewicht ist absolut keine Schande, für die Gesundheit ist es aber ein Risikofaktor. Die Ernährung nachhaltig umzustellen und etwas mehr Sport zu machen ist daher mit Sicherheit sinnvoller als die Verwendung von Shapewear.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


14.03.2018

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