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Selfies führen häufig zu Handgelenksverletzungen

Zwei Frauen machen ein Selfie
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Selfies sehen vielleicht toll aus, können aber scheinbar gefährlich werden. (Pixabay.com)

Smartphones sind zwar überaus praktisch, können indirekt aber ein Risiko darstellen. Nach der Aufregung rund um den Handy-Nacken sorgt nun das Selfie-Handgelenk für Wirbel.

Ein Alltag ohne Smartphones ist für viele Menschen mittlerweile gar nicht mehr vorstellbar. Doch wenngleich die klugen Handys praktische Vorteile mit sich bringen, müssen die gesundheitlichen Risiken ernst genommen werden. Die auch als Handy-Nacken bekannte Fehlhaltung hat sich längst etabliert, außerdem kann es bei häufiger Nutzung zu Sehnenentzündungen sowie teils sogar Suchtverhalten kommen.

Selfie-Wrist

Unter den Handy-Krankheiten dürfte nun ein neues Phänomen entstehen, denn auch die allseits beliebten Selfies bergen scheinbar ein gewisses Risiko in sich. Eine neue Studie aus Irland berichtet von Krankenhauspatienten, die sich beim Anfertigen des modernen Selbstportraits das Handgelenk verletzten. In diesem Zusammenhang sprechen die Autoren vom "Selfie-Wrist", der sich als "Selfie-Handgelenk" übersetzen lässt.

Mutiger Trampolin-Stunt

Allerdings ist der beliebte Foto-Stil nicht prinzipiell schädigend für unsere Arme. Die im Text beschriebenen Fallbeispiele sind vielmehr Unfälle, bei denen sich die Betroffenen wohl von ihrem Smartphone ablenken ließen. So ist etwa von einem 13jährigen Mädchen die Rede, das sich während eines Trampolinsprungs selbst fotografieren wollte. Da sie sich zu stark auf das Bild fokussierte, kollidierte sie mit einer Freundin, die ebenfalls am Trampolin herum hüpfte. Sie stürzte und brach sich dabei das Handgelenk.

Tückischer Stein

Selfie-Hoppalas sind aber keineswegs exklusiv der Jugend zuzuschreiben. Beschrieben wird etwa auch der Fall einer 40jährigen, die sich vor einer Touristenattraktion ablichten wollte. Als sie ein paar Schritte zurückging, stolperte sie über einen Stein und zog sich beim folgenden Fall ebenfalls eine Fraktur im Handgelenk zu. Obwohl die 4 in der Studie genannten Unfälle alle unterschiedlich abliefen, waren doch Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Ein bisschen Hausverstand

Offensichtlich ist erstmal, dass wir beim Machen eines Selfies wohl für kurze Zeit alles um uns herum vergessen. Sich vor entsprechenden Unfällen zu schützen, sollte daher auch keine hochkomplizierte Wissenschaft sein. Wer besonders waghalsige Selfie-Stunts vermeidet und einfach ein bisschen mitdenkt, sollte eigentlich das Gröbste verhindern können. Denn mit etwas Hausverstand dürfte es durchaus möglich sein, abenteuerliche Trampolin-Fotos als schlechte Idee zu identifizieren.

Handy wird geschützt

Interessant ist aber auch eine weitere Gemeinsamkeit, denn bei allen 4 Unfällen wurde jene Hand verletzt, die nicht das Handy hielt. Die Autoren mutmaßen, dass wir in der hektischen Situation instinktiv unser geliebtes Mobiltelefon schützen. Hier muss allerdings auf die geringe Zahl an Beispielen verwiesen werden, die eine zuverlässige Aussage unmöglich macht.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


16.06.2017

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