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7 Tipps für die gesunde Nagelpflege

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Wer gesunde, gepflegte Nägel haben möchte, braucht auch das richtige Werkzeug dazu. (Rido - Fotolia.com)

Die einen mögen es natürlich, die anderen zieren ihre Hände lieber mit künstlichen Nägeln - aber was brauchen Nägel eigentlich, um gesund zu bleiben? gesund.at hat 7 Tipps für Sie.

Gesunde, glänzende - und in vielen Fällen auch bunte - Nägel sind für viele Menschen ein Schönheitsideal. Doch was tut den Nägeln eigentlich gut? Wie sollen sie gepflegt werden? Und ist Nagellack eigentlich schädlich? OÄ Dr. Christine Bangert, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, erklärt: "Nagellack an sich ist für die Nägel gar nicht so schlecht, er kann diese sogar stärken und schützen. Das Entfernen des Lacks ist eher das Problem, denn dabei wird dem Nagel viel Fett entzogen. Wichtig ist vor dem Farblack einen Unterlack aufzutragen, der den Nagel vor Verfärbungen schützt." Was Sie sonst noch über gesunde Nagelpflege wissen müssen, erfahren Sie in den nachfolgenden 7 Tipps.

Nagelpflege-Tipp 1: Nicht zu kurz schneiden

Auch wenn es vielleicht den Anschein macht, besonders effizient zu sein: Schneiden Sie Ihre Nägel lieber öfter nach anstatt sie hin und wieder radikal zu kürzen. Denn Letzteres birgt die Gefahr, dass die Nägel einwachsen und es zu schmerzhaften Entzündungen kommt. Vor allem bei den Zehennägeln ist es wichtig, die Nägel nicht zu den Seiten hin abzurunden, sondern gerade zu schneiden - das verhindert das Einwachsen zusätzlich. Der Nagelzwicker macht glattere Kanten als die Nagelschere und ist daher das Mittel der Wahl für die Eiligen. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte zur Nagelfeile greifen.

Nagelpflege-Tipp 2: Nur in eine Richtung feilen

Am besten eignen sich Sandblattfeilen für weiche Nägel oder Diamantfeilen für harte Nägel. Metallfeilen sollten nicht verwendet werden, da sie zu grob sind und zum Einreißen der Nägel führen können. Vermeiden Sie wildes Hin- und Herfeilen - feilen Sie nur in eine Richtung zur Nagelmitte hin und halten Sie die Feile dabei in einem Winkel von etwa 45 Grad.

Nagelpflege-Tipp 3: Nägel mögen es trocken

Nägel sollten nicht direkt nach dem Baden oder Duschen geschnitten oder gefeilt werden, sondern erst bearbeitet werden, wenn Sie ganz trocken sind. Der Nagel besteht aus mehreren Hornschichten, die durch eine Kittsubstanz verbunden sind. Wenn Sie sich häufig die Hände waschen oder viel mit Putzmitteln hantieren, weicht die Kittsubstanz auf, die Nägel werden brüchig und splittern. In diesem Fall ist es besonders wichtig, auf ausreichende Rückfettung zu achten - z.B. durch Ölbäder. Wenn Sie häufig mit Putzmitteln Kontakt haben, tragen Sie entsprechende Handschuhe.

Nagelpflege-Tipp 4: Nägel mit Ölbädern verwöhnen

Wenn Sie Ihren Nägeln etwas Gutes tun möchten - z. B. nach dem Entfernen des Nagellacks, oder wenn die Nägel zu Brüchigkeit neigen - verwöhnen Sie diese mit einem Ölbad. Erwärmen Sie ein pflanzliches Öl (z. B. Olivenöl oder Mandelöl) auf zirka 40 Grad und baden Sie die Nägel 3 bis 5 Minuten darin. Auch Vaseline, Avocadoöl und Jojobaöl eignen sich, um den Nagel rückzufetten. Medizinische Nagellacke auf Basis einer 10%-igen Harnstofflösung können dazu beitragen, die Nagelplatte zu stärken.

Nagelpflege-Tipp 5: Nagelhäutchen nicht abschneiden

Das Nagelhäutchen am Ansatz des Nagels sollte niemals mit der Schere gekürzt werden. Denn das öffnet Infektionen Tür und Tor. Das Nagelhäutchen sollte bei Bedarf leicht mit einem Wattestäbchen oder einem weichen Handtuch zurückgeschoben werden. Auch nach einem Ölbad lässt sich das Nagelhäutchen leichter zurückschieben.

Nagelpflege-Tipp 6: Aceton vermeiden

Greifen Sie nach Möglichkeit zu acetonfreien Nagellackentfernern. Denn Aceton entzieht den Nägeln Fett und macht sie dadurch glanzlos und leichter brüchig. Besondere Vorsicht gilt bei einer Behandlung mit Shellac: Dieser kann nur sehr schwer entfernt werden, die Fingerspitzen müssen minutenlang in Nagellackentferner eingeweicht werden, bevor der Shellac sich wieder löst.

Nagelpflege-Tipp 7: Den Nägeln eine Pause gönnen

Nägel müssen zwar nicht "atmen" und in diesem Sinne schadet es ihnen nicht, wenn sie lackiert oder mit künstlichen Nägeln beklebt werden. Allerdings müssen etwa bei Gelnägeln häufig die Nägel aufgeraut werden, damit der Klebstoff besser greift - das ist, genauso wie die Entfernung der künstlichen Nägel, für die Hornschicht nicht gut. Auch die UV-Strahlung beim Härten von Gel und Shellac schwächen den Nagel. Regelmäßige Pausen sind deshalb angesagt.

AUTOR


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGSDATUM


14.03.2018
MEDIZINISCHER EXPERTE
OÄ Dr. Christine Bangert
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie Oberärztin der Klinischen Abteilung für Immundermatologie und infektiöse Hautkrankheiten, Klinik für Dermatologie, Medizinische Universität Wien und Kooperationsärztin bei Juvenis Medical Center, 1010 Wien
QUELLEN
Interview mit OÄ Dr. Christine Bangert, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie
„Dermatologie und medizinische Kosmetik. Leitfaden für die kosmetische Praxis“, K. Herrmann, U. Trinkkeller, 3. Auflage, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg, 2015

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