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Neue Methode in Graz: Abstehende Ohren ohne OP

Abstehende Ohren ohne OP
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Am effektivsten ist diese Methode innerhalb der ersten beiden Lebenswochen. (Köpenicker - Fotolia.com)

Abstehende Ohrmuscheln schränken die Hörleistung zwar nicht ein, vielen sind sie optisch allerdings ein Dorn im Auge. Konventionelle operative Eingriffe sind aufwendig und kostenintensiv. Die Grazer Uniklinik bietet nun als europaweit einzige Einrichtung eine operationsfreie Behandlungsmöglichkeit an.

In Österreich kommt beinahe jedes 3. Kind mit abstehenden Ohren zur Welt. Obwohl sich die Ohrmuscheln bei 10 bis 30 % davon im Laufe der ersten Lebensmonate von selbst wieder anlegen, bleibt die Zahl der Betroffenen hoch. Das sogenannte Modellierungssystem wird für Säuglinge angeboten, da deren Ohrmuscheln in den ersten Lebenswochen noch weich genug sind, um sie auf diese schonende Weise modellieren zu können.

Abstehende Ohrmuscheln: Schon 18 Babys behandelt

Das Modellierungssystem wird von außen angelegt und die Ohrmuscheln anschließend in Form gebracht. Am effektivsten ist diese Methode innerhalb der ersten beiden Lebenswochen, da die Ohren zu diesem Zeitpunkt noch recht weich und formbar sind, so Dr. Stephan Spendel vom LKH-Uniklinikum Graz. Die Anpassung ist binnen weniger Minuten erledigt. Das System muss dann rund 2 Wochen getragen werden.

 

Diese schonende Methode ist zwar schon seit 2010 in den USA zugelassen, in Europa ist die Uniklinik Graz allerdings die einzige Einrichtung, die sie anwendet. Die Ärzte aus Graz haben bereits 18 Babys erfolgreich behandelt. Dr. Spendel geht von jährlich 300 bis 500 Behandlungen aus. Die Kosten betragen knapp 100 Euro.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


14.03.2018
QUELLEN
APAmed, Segelohr ade! - Grazer Uniklinikum korrigiert Ohr-Fehlbildung ohne OP am 13.08.2014

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