Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Wehen

    Kontraktionen der Gebärmutter in der Schwangerschaft, während der Geburt und in der Zeit danach kann man als Wehen bezeichnet. Vor- und Senkwehen bereiten in der Spätschwangerschaft die Geburt vor. Eröffnungs-,  Austreibungs- und Nachgeburtswehen bringen das Kind und seine Plazenta auf die Welt. Nachwehen fördern die Rückbildung der Gebärmutter im Wochenbett.

  • Wehensturm

    Wenn zwischen den einzelnen Geburtswehen kaum Abstand ist, die Wehen also ohne Pause aufeinander folgen, handelt es sich um einen Wehensturm. Ausgelöst wird ein solcher manchmal durch die Geburtseinleitung mit einem wehenanregenden Vaginalzäpfchen oder -gel. Ein Wehensturm kann auch für das Kind bedrohlich werden, weil er die Plazentadurchblutung beeinträchtigt.

  • Wehentropf

    Geht eine Geburt nur langsam voran, kann man die Häufigkeit  und Wirksamkeit der Wehen medikamentös steigern. Ein Wehentropf ist eine Infusion mit einem wehenfördernden Medikament (Syntocinon®) das über eine Venenkanüle verabreicht wird. Mittels  Tropfenzähler wird es individuell dosiert und kann jederzeit wieder abgedreht werden. Dann hört die Wirkung sofort auf.

  • Weinen des Babys

    Das Weinen ist eine der wenigen Möglichkeiten, wie ein Baby seine Befindlichkeit ausdrücken kann. Deswegen muss versucht werden, herauszufinden, was der Grund dafür ist. Blähungen, Hunger, Kälte, Müdigkeit oder Spannungen sind häufige Ursachen. Im Zweifelsfall sollte man Hilfe beim Kinderarzt oder in einer Schreiambulanz aufsuchen. Babys weinen niemals, um ihre Eltern zu ärgern oder zu manipulieren.

  • Wickeln

    Es gibt grundsätzlich zwei Wickelsysteme: Wegwerfwindeln bestehen aus saugfähigem Zellstoff und sind außen mit einer wasserdichten Plastikschicht umhüllt. Stoffwindeln sind  kostengünstiger, umweltfreundlicher und hautfreundlicher aber arbeitsintensiver, da sie gewaschen werden müssen. Es ist sinnvoll, sich bereits in der Schwangerschaft darüber Gedanken zu machen, wie man sein Kind wickeln möchte.

  • Windelsoor

    Ein Windelsoor ist eine meist auf  Wundsein folgende Pilzinfektion im Windelbereich. Diese muss nach Abklärung beim Kinderarzt mit speziellen Pilzcremes behandelt werden. Eventuell sind auch der Mund des Säuglings und die mütterliche Brust  betroffen. Vorbeugend wirken: viel Luft an den Po lassen, die Reinigung mit Wasser, Pflege mit natürlichen Wirkstoffen, die Vermeidung von Feuchttüchern.

  • Wochenbett

    Die ersten 6 bis 8 Wochen nach der Geburt nennt man Wochenbett. Das  Kennenlernen des Neugeborenen, das Stillen, die Rückbildungsvorgänge, die Einstellung auf den neuen Lebensrhythmus und die neue Situation des Mutter/Eltern-Seins  stehen im Zentrum dieser labilen Lebensphase. Das erfordert auch vom sozialen Umfeld viel Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft. Die ersten 4 bis 5 Tage des Wochenbetts verbringen Frauen meist im Krankenhaus.

  • Wochenfluss

    Siehe Lochien.