Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Rhesusinkompatibilität

    Ist eine Schwangere Rhesus-negativ und ihr Ungeborenes Rhesus-positiv kommt es bei der Einschwemmung von kindlichem Blut in den mütterlichen Kreislauf (z.B. bei der Geburt) zu einer nachhaltigen Antikörperproduktion gegen den Rhesusfaktor. Da Antikörper plazentagängig sind, werden sie in jeder Folgeschwangerschaft auf das Kind übertragen, das - wenn es ebenfalls Rhesus-positiv ist - Antikörper gegen seine eigene Blutgruppe trägt. Das führt zu schwerer Anämie, manchmal zum Tod des Kindes. Präventiv müssen Rhesus-negative Frauen während jeder Schwangerschaft, nach Abtreibung, Amniozentese, Fehlgeburt und Geburt eine Impfung bekommen, die das Einsetzen dieser Antikörperproduktion verhindert.

  • Risikogeburt

    Wenn aufgrund mütterlicher bzw. kindlicher Probleme oder Erkrankungen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Geburtskomplikationen auftreten können, spricht man von Risikogeburt. Eine solche muss in einer Klinik unter der Leitung eines Geburtshelfers und mit angeschlossener Kinderabteilung erfolgen. Beckenendlagen- , Zwillings- und Frühgeburten aber auch Geburten nach vorangegangenem Kaiserschnitt oder bei chronischen Erkrankungen der Mutter wie Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht etc. sind Risikogeburten.

  • Risikoschwangerschaft

    Wird aufgrund mütterlicher oder kindlicher Probleme oder Vorerkrankungen eine Schwangerschaft  intensiver überwacht, um auf eventuell auftretende Komplikationen zeitgerecht reagieren zu können spricht man von Risikoschwangerschaft. Als Risikofaktoren gelten z.B. starkes Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck oder andere chronische Erkrankungen der Mutter. Auch Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften und Frauen nach Frühgeburt, Totgeburt oder Fehlgeburt fallen in diese Kategorie. Vielfach wird auch das erhöhte mütterliche Alter als Risiko eingestuft.

  • Rückbildung (Involution)

    Im Wochenbett bilden sich die schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen weitgehend wieder zurück.  Die Gebärmutter zieht sich auf ihre ursprüngliche Größe zusammen. Es kommt zu Gewichtsverlust,  eventuell entstandene Krampfadern und Hämorrhoiden verschwinden. Schwangerschaftsstreifen werden blasser, der Bauch kleiner, die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur kräftiger. Gezielte Rückbildungsgymnastik unterstützt und beschleunigt diese Vorgänge.

  • Rückbildung der Gebärmutter (Involutio uteri)

    Nach der Geburt befindet sich der Fundus der Gebärmutter ungefähr auf Nabelhöhe. Innerhalb von 14 Tagen hat die Gebärmutter dann wieder ihre ursprüngliche Größe erreicht und liegt hinter dem Schambein. Nachwehen, die besonders beim Stillen und bei Mehrgebärenden anfangs auch schmerzhaft sein können begleiten und beschleunigen die Rückbildung. Der Fundusstand wird im Wochenbett von der Hebamme regelmäßig  kontrolliert.