Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Mehrlinge

    Ist eine Frau mit mehr als 2 Kindern gleichzeitig schwanger, spricht man von Mehrlingen. Konkret sind damit Drillinge. Vierlinge etc. gemeint. Mehrlingsschwangerschaften werden engmaschig überwacht, da sie ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten und andere Komplikationen aufweisen. Bei Mehrlingen wird immer ein Kaiserschnitt gemacht. 

  • Menstruationszyklus

    Ein Menstruationszyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung, dauert normaler Weise 28-30 Tage und endet mit dem Einsetzen der nächsten Menstruation. In der ersten Zyklushälfte wird de Eisprung vorbereitet, in der Zyklusmitte findet der Eisprung statt. In der zweiten Zyklushälfte wird die  Gebärmutterschleimhaut aufgebaut, damit sich eine befruchtete Eizelle dort einnisten kann. Tritt keine Schwangerschaft ein, blutet bei der nächsten Menstruation die aufgebaute Schleimhaut wieder ab.

  • Mikroblutuntersuchung beim Kind

    Um festzustellen ob ein Kind während der Geburt ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist, kann man bei gesprungener Fruchtblase und etwas geöffnetem  Muttermund mit einer Lanzette und einem kleinen Röhrchen aus der kindlichen Kopfhaut ein minimale Menge Blut gewinnen.  Analysiert man diesen Blutstropfen,  kann der aktuelle Versorgungszustand des Kindes besser eingeschätzt werden als nur mit CTG. 

  • Milcheinschuss

    Am 3. bis 4. Tag nach der Geburt kommt es bei der Wöchnerin  zu einer  Brustdrüsenschwellung, die durch verstärkte Durchblutung und Schwellung der Venen und Lymphbahnen der Brust hervorgerufen wird. Dies steht im Zusammenhang mit einer sich steigernden Milchproduktion. Die Brüste sind heiß, stark gespannt und druckempfindlich.  Häufiges Stillen und entspannte Atmosphäre verhindern einen Milchstau.

  • Milchstau

    Hat eine Stillende zu viel Milch, fließt diese schwer, oder macht das Baby eine längere Trinkpause als gewöhnlich, kann es zu einem Rückstau der Milch in den Milchgängen kommen. Eine schmerzende, verhärtete manchmal leicht gerötete Brust ist die Folge. Um eine Entzündung zu verhindern muss dafür gesorgt werden, dass die Brust umgehend und wiederholt geleert wird. Saugt das Kind nur unzureichend, kann die Milch auch abgepumpt werden.

  • Mundsoor

    Eine Pilzinfektion im Mund des Kindes nennt man Mundsoor. Sie ist gekennzeichnet durch weiße pünktchenförmige Belege, die sich nicht wegwischen lassen. Eine Behandlung mit einem vom Kinderarzt verschriebenen Anti-Pilz-Gel muss umgehend erfolgen. Hat ein gestilltes Kind Mundsoor, müssen auch die Brustwarzen der Mutter mitbehandelt werden.

  • Mutter-Kind-Pass

    Dieses Dokument wird jeder Schwangeren mit Wohnsitz  in Österreich, unabhängig von ihrer Nationalität  und ihrem Versicherungsstaus vom Frauenarzt ausgehändigt. Die darin enthaltenen Vorsorgetermine  dienen der Früherkennung und rechtzeitigen Behandlung von Problemen in der Schwangerschaft und  bis zum 5. Lebensjahr des Kindes. Die Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen ist eine Voraussetzung für den Erhalt des Kindergeldes in voller Höhe.

  • Mutterkuchen

    Siehe Plazenta, Nachgeburt.

  • Muttermilch

    Keine Nahrung ist besser an die Bedürfnisse des Neugeborenen angepasst als Muttermilch, keine Nahrung ist  in der richtigen Temperatur und Nährstoffzusammensetzung  so leicht verfügbar. Auch Antikörper sind in der Muttermilch vorhanden. Ein bis zum 6. Monat voll gestilltes Kind hat später ein wesentlich geringeres Risiko an Allergien und Asthma zu erkranken. Muttermilch ist auch die kostengünstigste Art, einen Säugling zu ernähren.

  • Muttermund (Portio)

    Den in die Scheide hin sich öffnenden untersten Teil der Gebärmutter nennt man Muttermund. In der Eröffnungsperiode dehnt sich dieser auf ca. 10 cm auf, dann kann das Köpfchen passieren. Unter der Geburt wird alle 2 bis 4 Stunden mittels einer vaginalen Untersuchung die Muttermundsweite erhoben um den Geburtsfortschritt messen zu können. Die Hebamme geht dabei mit 2 Fingern in die Scheide ein um den Muttermund zu ertasten.

  • Mutterschutz

    Schwangere Arbeitnehmerinnen dürfen - unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft und der Dauer ihres Dienstverhältnisses - von Ihrem Dienstgeber in den letzen 8 Wochen vor dem Geburtstermin und bis mindestens 8 Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden. Nach Frühgeburt, Zwillingen  und Kaiserschnitt  erhöht sich das Beschäftigungsverbot auf 12 Wochen. Während dieser Zeit bezahlt der Dienstgeber keinen Lohn, die Frau bekommt Wochengeld.