Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Fetus

    In den ersten Schwangerschaftswochen entsteht aus der befruchteten Eizelle eine immer komplexer werdende Gestalt. Die Organe beginnen sich zu entwickeln und zu differenzieren. In diesem Stadium zu Beginn der Schwangerschaft wird das Ungeborene als Embryo bezeichnet. Ab der 12. Schwangerschaftswoche, wenn die Organbildung weitgehend abgeschlossen ist, bezeichnet man das Ungeborene als Fetus. 

  • Fruchtwasser

    In der Gebärmutter ist das Kind von der Fruchtblase umgeben, die das Fruchtwasser bildet in dem es schwimmt. Das ermöglicht Bewegungen und  schützt vor Stößen. Das Fruchtwasser erneuert sich ständig. Ein Teil davon wird vom Ungeborenen getrunken, über den Darm aufgenommen und gelangt über die Plazenta auch in den mütterlichen Kreislauf, der Rest wird über die Blase wieder ausgeschieden. Gegen Ende der Schwangerschaft ist ca. 1 Liter Fruchtwasser vorhanden. Es ist klar und geruchlos.

  • Fruchtwasserembolie

    In sehr seltenen Fällen (1: 10.000) können während der Geburt Fruchtwasser oder kindliche Zellen die sich im Fruchtwasser befinden in den mütterlichen Kreislauf eingeschwemmt werden und eine besondere Form der Embolie erzeugen, die zur Verstopfung der mütterlichen Lungenarterien und somit rasch zu einer für Mutter und Kind lebensbedrohlichen Situation führt. Eine Fruchtwasserembolie muss auf schnellstem Wege intensivmedizinisch behandelt werden.

  • Fruchtwasserpunktion

    Siehe Amniozentese.

  • Frühgeburt

    Kommt ein Kind vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, ist es eine Frühgeburt. Es ist mit Komplikationen zu rechnen, die auf das unreife Atemzentrum und unreife Organe zurückzuführen sind. Vor der 34. Schwangerschaftswoche muss die Geburt in einem Krankenhaus mit Neugeborenenabteilung stattfinden. Auch danach ist die bei einer Frühgeburt die Anwesenheit eines Kinderarztes erforderlich.

  • Fundus

    Mit dem Wachstum des Kindes wächst auch die Gebärmutter und erreicht gegen Ende der Schwangerschaft den Rippenbogen. Tastet die Hebamme den Bauch einer Schwangeren ab, spürt sie den Oberrand der Gebärmutter als feste Kontur und kann so Rückschlüsse auf die Größe und Lage des Kindes ziehen. Diesen oberen Rand der Gebärmutter bezeichnet man als Fundus.

  • Fundusstand

    Der Fundusstand bezeichnet den Höhenstand der Gebärmutter in der Schwangerschaft und nach der Geburt und ist mit einer manuellen Untersuchung festzustellen. Die Hebamme tastet dafür mit ihren Händen den Bauch der Schwangeren ab. Der Fundusstand gibt Auskunft über die Größe der Gebärmutter und das Wachstum. Er wird bei jeder Mutter-Kind-Pass-Untersuchung erhoben. Auch nach der Geburt wird die Gebärmutterrückbildung mit einem Griff auf den Fundus kontrolliert.