Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Eisprung

    In der ersten Hälfte des Menstruationszyklus wird bei der geschlechtsreifen Frau über hormonelle Steuerungen in einem Eibläschen (Follikel) eine Eizelle auf die Befruchtung vorbereitet. Zwischen dem 12. Und dem 15. Zyklustag es soweit, der Follikel platzt und das Ei wird aus dem Eierstock in den Eileiter geschleudert. Ab dem Eisprung bleibt die Eizelle für etwa 24 Stunden befruchtungsfähig.

  • Embryo

    In den ersten Schwangerschaftswochen entsteht aus der befruchteten Eizelle eine immer komplexer werdende Gestalt. Die Organe beginnen sich zu entwickeln und zu differenzieren. In diesem Stadium der Organentwicklung das bis zur ca. 12. Schwangerschaftswoche dauert, wird das Ungeborene als Embryo bezeichnet.  Das ist die Phase, in der ein Schwangerschaftsabbruch ohne medizinische Indikation durchgeführt werden kann.

  • Emesis

    Etwa 80% aller Schwangeren sind bis ungefähr zur 14. Schwangerschaftswoche von (morgendlicher) Übelkeit, gelegentlichem Erbrechen und Ekel gegenüber bestimmten Speisen oder Gerüchen betroffen. Man erklärt sich das damit, dass das Ungeborene dadurch vor schädigenden Substanzen (wie Kaffee, Nikotin, Alkohol, Medikamente) geschützt werden kann. Es ist empfehlenswert, diese Substanzen und generell alles was die Übelkeit verstärkt, zu meiden.

  • Endorphine

    Ist man über einige Stunden einer vermehrten körperlichen Belastung ausgesetzt, wie beim Laufen, Radfahren oder unter der Geburt, setzt der Körper Hormone frei,  die das Schmerzempfinden reduzieren und gleichzeitig ein Glücksgefühl erzeugen,  das  zum Durchhalten motiviert. Deswegen empfindet eine Gebärende die Wehen am Anfang der Geburt oft schmerzhafter als im weiteren Geburtsverlauf, wenn die Endorphine bereits ihre Wirkung entfalten.

  • Epiduralanästhesie

    Umgangssprachlich als Kreuzstich bezeichnet, ist die Epidural- oder Periduralanästhesie eine Möglichkeit der Schmerztherapie unter der Geburt. Vom Narkosearzt wird hierbei in den Wirbelkanal eine Kanüle gelegt, durch die man während der Geburt immer wieder ein lokal wirksames Betäubungsmittel einspritzen kann, das eine weitgehend schmerzfreie Geburt ermöglicht. Auch ein Kaiserschnitt kann mit dieser Art der Anästhesie schmerzfrei durchgeführt werden.

  • Episiotomie

    Siehe Dammschnitt.

  • Eröffnungswehen

    In der ersten Phase der Geburt öffnet sich der Muttermund auf zirka 10 cm. Die Gebärmutter zieht sich in rhythmischen und allmählich kürzer werden Abständen zusammen. Diese Eröffnungswehen werden im Verlauf der Geburt häufiger und manchmal schmerzhafter. Das Wechseln von Geburtspositionen, kontinuierliches tiefes Atmen, Massagen, oder ein Entspannungsbad helfen beim Verarbeiten der Eröffnungswehen.