Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Dammriss

    Wenn das kindliche Köpfchen geboren wird, muss sich der Damm, das sind  heißt die Haut, das Bindegewebe und die Muskel vom unteren Rand der Scheide bis zum After, stark dehnen.  Manchmal kann dieses Gewebe dem Druck nicht standhalten und reißt ein.  Das spürt die Gebärende nicht. Nach der Geburt wird die Verletzung in lokaler Betäubung genäht und heilt meist problemlos innerhalb von 5-10 Tagen.

  • Dammschnitt

    Bei kindlichem Geburtsstress (z.B. Sauerstoffmangel) oder wenn z.B. bei einer Saugglockengeburt zur Entwicklung des Kindes viel Platz benötigt wird  kann die Hebamme, um die Geburt zu beschleunigen, einen Dammschnitt machen. Das geschieht am Höhepunkt einer Presswehe und wird von der Gebärenden nicht gespürt. Nach der Geburt wird die Verletzung in lokaler Betäubung genäht und heilt meist problemlos innerhalb von 2 Wochen.

  • Diabetes in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes)

    Auch gesunde Frauen erkranken manchmal in der Schwangerschaft vorübergehend an Diabetes. Das führt zu einer vermehrten Gewichtzunahme des Kindes und somit zu erhöhten Risikos für Schwangerschaft und Geburt. Zur Diagnose wird  der orale Glukosetoleranztest herangezogen. Bei Schwangerschaftsdiabetes muss die Schwangere auch von internistischer Seite betreut werden. Vermeidung von übermäßiger Gewichtszunahme und Zuckerkonsum ist die beste Vorbeugung.

  • DNA (Desoxyribonukleinsäure)

    Die DNA ist das Molekül im Kern jeder Zelle, das  die Chromosomen eines Lebewesens und damit sämtliche Erbinformationen desselben in sich trägt. Sie hat die Form einer  sich drehenden Strickleiter ("Doppelhelix").  DNA -Analysen können eine Vaterschaft feststellen.

  • Doppler Ultraschall

    Bei dieser besonderen Form des Ultraschalls wird die Durchblutung in den wichtigen kindlichen Blutgefäßen gemessen und mittels einer Kurve auf dem Bildschirm visualisiert.  Ein "guter Doppler" besagt, dass das Kind bestens mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist. Bei schlechter Durchblutung muss überlegt werden, ob das Kind mittels Kaiserschnitt entbunden werden sollte, um seine Notsituation zu beenden.

  • Doptone

    Das Doptone ist ein handliches Gerät mit dem die kindlichen Herztöne hörbar gemacht werden können, allerdings ohne schriftliche Aufzeichnung. Auch Wehen können damit nicht erfasst werden. In der Schwangerenvorsorge und bei Hausgeburten ist es weit verbreitet. Man kann sich über die Erfassung des kindlichen Pulses  ebenso gut wie mit CTG ein Bild vom momentanen Vitalitätszustand des Kindes machen.

  • Doula

    Eine Doula ist eine Geburtsbegleiterin, die sich um gute Atmosphäre im Geburtsraum und die seelische Unterstützung der Gebärenden kümmert. Sie ist keine ausgebildete Fachfrau auf dem Gebiet der Geburtshilfe und kann weder eine Geburt leiten noch medizinische Interventionen einschätzen. Sie kann aber der wehenden Frau als Vertraute zur Seite stehen. Eine Doula verlangt die finanzielle Vergütung ihrer Leistung.

  • Drei-Monats-Kolik

    In den ersten 3 Monaten sind das Verdauungssystem und die Darmflora des Neugeborenen noch in Entwicklung. Das führt manchmal zu starken Blähungen und damit verbundenem heftigen Schreien des Babys. Nicht immer sind aber Blähungen die Ursache für das Weinen eines Neugeborenen. Genaue Beobachtung kann dabei helfen, herauszufinden, was  das Baby mag und was nicht.