Schwangerschaftslexikon

z.B. Geburt

  • Abortus

    Manchmal stirbt ein Baby in einer sehr frühen Schwangerschaftswoche ab, mitunter bereits einige Wochen nach Feststellung der Schwangerschaft. Im Ultraschall sind keine Herztöne mehr zu sehen, es kommt zu Bauchkrämpfen und meist zu einer Blutung. Die Schwangerschaft muss beendet werden. Das geschieht bis zur 14. Schwangerschaftswoche mittels einer Ausschabung (Kürettage), danach wird die Geburt mit Wehenmittel eingeleitet und das ganz kleine tote Kind vaginal geboren. Hat es zu diesem Zeitpunkt < 500g spricht man von Fehlgeburt oder Abortus.  

  • Amniozentese

    Um festzustellen, ob ein Ungeborenes erblich bedingte Störungen aufweist, kann man in der Frühschwangerschaft aus der Fruchtblase etwas Fruchtwasser entnehmen. Darin befinden sich kindliche Zellen, deren Chromosomen analysiert werden. Eine Fruchtwasserentnahme wird in einem Pränataldiagnostik-Zentrum unter Ultraschallsicht mittels einer Nadel gemacht, die für den Eingriff durch die Bauchdecke bis in die Fruchthöhle geführt wird. 

  • Apgar

    Nach der Geburt wird der Vitalitätszustand des Neugeborenen geprüft. Fünf Parameter, und zwar Atmung, Puls, Grundspannung, Aussehen (Hautfarbe) und Reflexe werden geprüft und nach einem Punktesystem bewertet. Werte zwischen 8 und 10 sind normal. Der Apgar-Test ist eine Blickdiagnose. Hebamme oder Facharzt beobachten das Kind, wenn es ihm gut geht, in den Armen der Mutter.

  • Austreibungsphase

    Wenn die erste Phase der Geburt, die Eröffnungsphase, geschafft ist, beginnt die Austreibungsphase. Die Gebärende spürt den Drang, während der Wehe mitzuschieben. Dadurch rutscht das Kind immer tiefen ins Becken bis letztendlich das Köpfchen sichtbar wird und nach einigen weiteren Wehen das Baby geboren wird. Beim ersten Kind dauert die Austreibungsphase ungefähr 2 Stunden manchmal auch etwas länger.

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