Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung)

Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung): Messgerät
Bei einer Spirometrie werden die bewegten Luftmengen und die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft gemessen. (Pixelspieler - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Lunge

Eine Spirometrie ist ein Lungenfunktionstest. Die ein- und ausgeatmeten Luftmengen können damit berechnet werden und auch die Luftströmung lässt sich damit messen. Bei langjährigen Rauchern macht eine Spirometrie im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung durchaus Sinn.

Sie gibt Aufschluss über das Vorliegen einer Atemflussbehinderung (zum Beispiel bei Asthma oder COPD) sowie über die Veränderung des Lungenvolumens. Über ein Mundstück atmet der Patient in ein Messgerät. Die Spirometrie-Auswertung erfolgt über einen an das Messgerät angeschlossenen Computer. Eine Spirometrie ist schmerz- und risikofrei.

Anlass einer Spirometrie

Was passiert bei einer Spirometrie?

Eine Spirometrie wird im Sitzen oder im Stehen durchgeführt. Der Patient atmet durch ein Mundstück über einen Schlauch in das Messgerät. Die Nase wird dabei mit einer Klemme verschlossen. Während der Messung gibt der Arzt Anweisungen, wie geatmet werden soll (z.B. tief und lang ein- und ausatmen, stark und schnell ausatmen). Bei einer Spirometrie werden die bewegten Luftmengen und die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft gemessen. Auf einem Computer erfolgen Auswertung und grafische Darstellung der Ergebnisse.

Bei Verdacht auf COPD wird nach der Messung ohne Medikamente ein bronchienerweiterndes Mittel verabreicht. Die Messung wird anschließend wiederholt. Verbessert sich das Ergebnis nach Gabe des Mittels, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Asthma bronchiale vor, tritt keine Besserung auf, handelt es sich um eine COPD.

Im Rahmen einer Spirometrie werden verschiedene Werte ermittelt. Die Normwerte der Untersuchung sind abhängig von Geschlecht, Gewicht und Alter des Patienten. Wichtige Messgrößen sind:

  • Die Einsekundenkapazität (FEV1) gibt an, wie viel Luft in einer Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Besonders bei COPD ist diese Messgröße vermindert, da die Luft in der Lunge "gefangen" ist und der Patient sie deshalb schlechter abatmen kann.
  • Der maximale Atemstrom beim Ausatmen wird als exspiratorische Atemstromstärke oder Peak Flow (PEF) bezeichnet. Dieser Wert wird vor allem bei der Diagnose von Asthma bronchiale berücksichtigt.
  • Die Messgröße VC bezeichnet das Lungenvolumen maximaler Einatmung und maximaler Ausatmung, also das Gesamtvolumen der Lunge.

Wer führt eine Spirometrie durch?

  • Facharzt für Pulmologie (Lungenfacharzt)
  • Internist
  • Allgemeinmediziner
  • Kinderarzt

Hat die Spirometrie Risiken?

Die Untersuchung verläuft völlig schmerz- und risikolos. Da für ein gutes Messergebnis mehrmals ganz ausgeatmet werden muss und das mit Anstrengung verbunden ist, kann es gegen Ende der Untersuchung zu Hustenreiz oder einem leichten Schwindelgefühl kommen.

Was können Sie zum Gelingen beitragen?

Die Spirometrie ist sehr stark von Ihrer Motivation und Ihrer Mitarbeit abhängig. Nur wenn Sie den Anweisungen Ihres Arztes so gut als möglich Folge leisten, kann ein optimales Ergebnis erzielt werden. Vor der Untersuchung wird Ihnen genau erklärt, wie Sie in das Mundstück hineinatmen müssen. Falls Ihnen irgendetwas unklar ist, zögern Sie nicht, Ihren Arzt zu fragen.

Vor einer Spirometrie dürfen Sie für einige Stunden nicht rauchen oder essen. Auch auf körperliche Aktivitäten sollten Sie verzichten.

Kosten & Krankenkasse

Bei Krankheitsverdacht werden die Kosten einer Spirometrie von der Krankenkasse übernommen.

Fragen an den Arzt

  • Was muss ich vor und während einer Spirometrie berücksichtigen?
  • Wie zuverlässig sind die Ergebnisse einer Spirometrie?
  • Aufgrund einer Spirometrie wurde bei mir eine Lungenerkrankung diagnostiziert. Wie sieht das weitere Vorgehen aus?
  • Gibt es etwas, das ich nach einer Spirometrie beachten muss?

Medizinischer Experte

Univ.-Prof.

Dr. Andreas Temmel

Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

Wahlarzt

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Quellen

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