Mehr Energie mithilfe von Shiatsu

Zu den Grundtechniken des Shiatsu gehört, dass mit der ganzen Hand oder mit einzelnen Fingern senkrechter Druck auf die zu behandelnden Körperstellen ausgeübt wird (WavebreakMediaMicro - Fotolia.com)

Shiatsu ist eine in Japan entwickelte ganzheitliche, manuelle Körperarbeit. Ähnlich wie bei der Akupunktur werden Krankheitsprozesse auf eine Disharmonie des Energieflusses zurückgeführt.

Grundgedanke ist, dass der gesamte Körper von Energielinien, sogenannten Meridianen, durchzogen ist. Durch gezielten Druck auf die Meridiane und Akupunkturpunkte sollen Blockierungen gelöst werden. Dadurch wird der Energiefluss gefördert und in Einklang gebracht, sodass Beschwerden abnehmen. Die Massage erfolgt entweder mit Hilfe der Fingerkuppen, der Handteller und Handballen sowie mit Knie oder Ellenbogen. Zudem gibt es dehnende Grifftechniken und Rotationen der Gelenke.

Überblick

Shiatsu: Wem nützt diese Therapie?

Shiatsu wird u.a. angewandt bei

 Shiatsu: Wie wirkt die Therapie?

Der Begriff Shiatsu leitet sich aus dem Japanischen ab und steht für Fingerdruck (shi=Finger, atsu=Druck). Ziel ist, dass durch den ausgeübten Druck muskuläre Verspannungen und Blockaden gelöst und dadurch Hindernisse im Energiefluss abgebaut werden. Das Wohlbefinden wird gesteigert, Körper, Seele und Geist werden in Einklang gebracht.

Zu den Grundtechniken des Shiatsu gehört dabei, dass mit der ganzen Hand oder mit einzelnen Fingern senkrechter Druck auf die zu behandelnden Körperstellen ausgeübt wird. Dabei liegt der Betroffene mit einer Matte am Boden oder auf einer Liege. Auch kreisende Bewegungen und Dehnungen sind möglich.

Im Gegensatz zur klassischen Massage wird bei Shiatsu weniger mit Muskelkraft gearbeitet. Unter Zuhilfenahme seines eigenen Körpergewichtes setzt der Shiatsupraktiker Fingerkuppen und –knöchel, Handballen, Ellbogen und Knie in achtsam drückenden und kreisenden Bewegungen ein. Dabei zeichnen kontinuierlicher Körperkontakt und sanfte Übergänge zwischen den Druckpunkten die Behandlung aus.

Wann und wie lange kommt Shiatsu zum Einsatz?

Die Behandlung findet meist im Liegen statt und dauert etwa eine Stunde.

Was können Sie zum Gelingen von Shiatsu beitragen?

Sich fallenlassen und offen sein für die Berührungen, die körperliche und psychische Ausgeglichenheit fördern.  

Shiatsu: Wer therapiert?

Die japanische Körperarbeit gehört zum Angebot ausgebildeter diplomierter ShiatsupraktikerInnen. Diese haben zuvor eine dreijährige Ausbildung absolviert.

Wo liegen die Grenzen von Shiatsu?

Bei schweren Erkrankungen ersetzt die fernöstliche Massagetechnik in keinem Fall die Mittel der wissenschaftlich etablierten Schulmedizin, kann diese aber sehr gut ergänzen. Gehen Sie bei anhaltenden Beschwerden daher rechtzeitig zu Ihrem Hausarzt. Je nach Symptomatik kann er Sie zu einem Spezialisten überweisen.

Kosten & Krankenkasse

Shiatsu-Behandlungen zählen zu den Privatleistungen und werden daher nicht von der Krankenkasse übernommen, jedoch von Zusatzversicherungen. Je nach Angebot kostet eine 60-minütige Behandlung zwischen 60 und 80 Euro.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Medizinischer Experte

Karoline Grün

Shiatsupraktikerin und Atemtrainerin in Wien

Website

Quellen

  • Gesundheit heute, Dr. med. A. Schäffler (Hrsg.), Trias Verlag, Stuttgart, 2014
  • Alternative Heilmethoden von A-Z, M. Boksch, BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München, 2008
  • Asiatische Heilkunde, T. Bißwanger-Hein, E. Ernst, Stiftung Warentest, Berlin, 2011

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