Pricktest

Pricktest: Arzt führt Allergietest an Unterarm durch
Beim Pricktest wird die Lösung meist auf der Innenseite des Unterarms aufgetragen. (MAST - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Pollenallergie

Der Pricktest ist der mit Abstand am häufigsten eingesetzte Allergietest. Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergie und andere Allergien des Soforttyps (Typ I Allergien) können mit einem Pricktest diagnostiziert werden.

Bei einem Pricktest werden allergieauslösende Substanzen auf die eingeritzte Haut am Unterarm aufgetragen. Der Test verursacht aber kaum Schmerzen. Liegt eine Allergie vor, zeigt sich nach einigen Minuten eine Reaktion auf der Haut.

Anlass des Pricktests

Was passiert bei einem Pricktest?

In der Regel wird ein Standardtest angewandt, bei dem verschiedene Lösungen zum Einsatz kommen, die häufig Allergien auslösen. Getestet wird mit industriell hergestellten Lösungen, bei Bedarf können noch weitere Substanzen untersucht werden. Bei der Auswahl der getesteten Substanzen werden regionale Gegebenheiten berücksichtigt. Vor dem Pricktest führt der Arzt ein Gespräch mit dem Patienten, die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden ebenfalls in die Auswahl miteinbezogen.

Die Lösung wird meist auf der Innenseite des Unterarms aufgetragen. Anders als beim Epikutantest, bei dem der Teststoff nur auf die Haut aufgetragen wird, wird die Haut bei einem Pricktest mit einer Nadel oberflächlich leicht angeritzt. Nach 20 bis 30 Minuten kommt es bei einer allergischen Reaktion zu Rötungen, Juckreiz und Quaddeln.

Um ein aussagekräftigeres Ergebnis zu erhalten, werden zusätzlich eine Positiv- und eine Negativkontrolle durchgeführt. Mit Positivkontrolle ist gemeint, dass ein Stoff (ein Histamin) auf die Haut aufgetragen wird - auch wenn keine Allergie vorliegt wird dadurch eine Hautreaktion in Form einer Quaddel ausgelöst. Zur Negativkontrolle wird Kochsalz ebenfalls auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen, dabei sollten keine Hautreaktionen sichtbar sein.

Wer führt einen Pricktest durch?

  • Hautarzt
  • Allergie-Facharzt (Allergologe)
  • HNO-Arzt
  • Kinderarzt

Welche Risiken hat der Pricktest?

Wird der Pricktest dazu eingesetzt, die Auslöser für allergisches Asthma ausfindig zu machen, kann der Test in seltenen Fällen einen Asthmaanfall auslösen. In einzelnen Fällen kann es zu starken Reaktionen an der Teststelle kommen. Sehr selten tritt eine allergische Reaktion der gesamten Haut, der Atemwege oder des Kreislaufs auf.

Was können Sie zum Gelingen des Pricktests beitragen?

Nehmen Sie bestimmte Medikamente, wie Antihistaminika, Schlaf- oder Beruhigungsmittel oder Kortikoide (Nebennierenrindenhormone) ein, informieren Sie Ihren Arzt. Manche Wirkstoffe beeinträchtigen die Aussagekraft des Tests.

Kosten & Krankenkasse

Die Kosten für den Pricktest werden von der Krankenkasse getragen.

Fragen an den Arzt

  • Darf ich vor dem Pricktest essen und trinken?
  • Kann der Test noch an einer anderen Körperstelle als dem Unterarm gemacht werden?
  • Ich habe Angst, dass ich beim Test einen Asthmaanfall bekomme. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei mir?
  • Der Pricktest hat eine Allergie ergeben. Was sind die nächsten Schritte in der Behandlung?
  • Darf die Hautstelle, an der der Pricktest durchgeführt wurde, noch am gleichen Tag nass werden? Darf ich duschen?

Medizinischer Experte

Fachärztin für Dermatologie und Venerologie

Dr. Tamara Kopp

JUVENIS MEDICAL CENTER

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Quellen

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