Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose trifft oft 20- bis 40-Jährige

Multiple Sklerose: müde aussehendes Auge
Sehstörungen sind bei Multiple Sklerose häufig ein erstes Anzeichen. (foto.fritz - Fotolia.com)

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark (zentrales Nervensystem), die durch eine Fehlreaktion des Immunsystems ausgelöst wird. Durch entzündliche Prozesse kommt es zu einer Schädigung der Nervenfasern, die für die Signalübertragung zuständig sind.

Dadurch können Symptome wie Gefühlsverlust, Kribbeln, Störungen des Sehens, Lähmungserscheinungen und erhebliche Schwierigkeiten beim Gehen auftreten.
In Österreich sind zirka 12.500 Menschen an MS erkrankt, sie wird am häufigsten im Alter zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr diagnostiziert. Typisch für die Erkrankung: Sie ist nicht heilbar, tritt meist in Schüben auf, mit Hilfe medikamentöser Therapie lässt sich der Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen. Wichtig ist es, mit der Behandlung frühzeitig zu beginnen, um Erkrankungsschübe zu bremsen und Behinderungen vorzubeugen.

Übersicht

Häufigkeit der Multiplen Sklerose

Multiple Sklerose wird am häufigsten im Alter zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr festgestellt, sie ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen. Frauen sind fast 3 Mal so häufig davon betroffen wie Männer. Die Erkrankung kann - wenn auch seltener - bei Kindern und Jugendlichen bzw. bei Personen auftreten, die älter als 40 Jahre sind. In Österreich sind zirka 12.500 Menschen an Multipler Sklerose erkrankt.

Ursachen der Multiplen Sklerose

Über das Rückenmark werden Nervensignale vom Körper gesendet bzw. empfangen. Diese Botschaften werden von Nervenfasern geleitet. "Isoliert" werden die Nervenfasern von einer Schutzschicht, die aus dem Stoff Myelin besteht. Aus zum Teil noch nicht geklärten Gründen wendet sich das körpereigene Immunsystem gegen Bestandteile des zentralen Nervensystems. Durch entzündliche Prozesse im Bereich des Myelins kommt es zu Fehlern in der Signalübertragung der Nervenimpulse. Die Nervenleitung verläuft somit langsamer.

Fragen an den Arzt

  • Welche Nebenwirkungen können bei Medikamenten der Basistherapie auftreten?
  • Mir macht Fatigue sehr zu schaffen, wie kann ich damit umgehen?
  • Bestimmte Bewegungsabläufe fallen mir schwer, wie soll ich da Sport betreiben?
  • Ich leide unter Gefühlsverlust, kann das MS sein?
  • Wie oft treten Schübe auf?

Weiterführende Informationen

Medizinischer Experte

OA

Dr. Michael Guger

Leitender Oberarzt Station D2.1 und Neuroimmunologische Ambulanz, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Linz

Gesundheitskompass Website

Quellen

ICD-10: G35

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