Gürtelrose (Herpes Zoster)

Gürtelrose (Herpes zoster): Arzt hält Zettel mit Schrift ''Gürtelrose (Herpes zoster)''
Gürtelrose wird von denselben Viren verursacht, die auch Windpocken auslösen. (DOC RABE Media - Fotolia.com)

Bei der schmerzhaften Hauterkrankung Gürtelrose (Herpes Zoster) kommt es zu einer Nervenentzündung, die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird.

Schätzungen zufolge erkranken in Österreich jährlich rund 30.000 Menschen an Gürtelrose. gesund. at hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Die Gürtelrose ist für ungeimpfte Personen, die als Kinder nicht an Windpocken erkrankt sind, bei Kontakt mit den offenen Bläschen bis zum Abfallen der vertrockneten Krusten ansteckend.

Aber auch wer als Kind Windpocken hatte, ist als Erwachsener gegen Gürtelrose nicht immun: Die Windpocken-Viren "schlummern" oft jahrzehntelang im Nervengewebe, bei Immunschwäche können sie wieder aktiv werden und Gürtelrose auslösen. Zumeist sind 50jährige betroffen, Frauen und Männer gleich häufig. Mit dem Alter steigt auch das Risiko für Komplikationen wie z. B. das Auftreten einer Post-Zoster-Neuralgie.

Schmerzhafter Ausschlag

Die Herpes-Zoster-Infektion äußert sich durch einen schmerzhaften Ausschlag mit entzündlichen roten Flecken und Bläschen, der sich häufig wie ein halbseitiges Band über den Brustkorb zieht. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt, die das Virus beherbergen, der Kontakt damit ist ansteckend. Besonders im Frühstadium ist der Zoster sehr gut mit Virostatika und Schmerzmitteln behandelbar, vorbeugend gibt es eine Impfung. Eine der häufigsten Komplikationen im Anschluss an eine Gürtelrose ist die Post-Zoster-Neuralgie, die sich durch heftige Nervenschmerzen äußert.

Fragen an den Arzt

  • Ich hatte als Kind Windpocken, wie wahrscheinlich ist es, dass ich im Laufe der Jahre an Gürtelrose erkranke?
  • Wie kann ich mein Immunsystem stärken?
  • Wie lange muss ich Virostatika einnehmen?
  • Wie wirkt die Impfung?
  • Wie wird die Post-Zoster-Neuralgie behandelt?

Medizinischer Experte

Univ.- Prof.

Dr. Reinhard Höpfl

Abteilung für Dermatologie und Venerologie

Medizinische Universität Innsbruck

Quellen

  • K. M. Zöhrer: Aktuelle Bestandsaufnahe stationärer Zosterfälle zur Bewertung der neu zugelassenen Zostervakzine, Diplomarbeit, Innsbruck, 2008
  • Neurologie, W. Gehlen, H.W. Delank, Thieme Verlag, 12. Auflage, Stuttgart, 2010
  • M.N. Oxman et.al: A Vaccine to Prevent Herpes Zoster and Postherpetic Neuralgia in Older Adults, In: The New England Journal of Medicine 2005; 352:2271-2284

ICD-10: B02

Mehr zum Thema