Auflichtmikroskopie

Auflichtmikroskopie: Patient wird mit Auflichtmikroskopie behandelt
Die Auflichtmikroskopie ist ein wichtiges Instrument bei der Hautkrebsvorsorge. (gesund.at - in Zusammenarbeit mit der Wiener Privatklinik)

Die Auflichtmikroskopie der Haut (Dermatoskopie) ist eine nichtinvasive Möglichkeit zur Untersuchung pigmentierter Hautveränderungen und zur Diagnose von Hautkrebs.

Mit einem Auflichtmikroskop werden veränderte Struktur und Farbton von Pigmenten oder Muttermalen erkannt. Aber auch Blutgefäße sind unter einem Auflichtmikroskop gut sichtbar. Neben der Auflichtmikroskopie der Haut wird die gleiche Technik auch in der Augenheilkunde in Form einer Spaltlampe angewandt.

Anlass der Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop

  • Vorsorge: Die Auflichtmikroskopie ist ein wichtiges Instrument bei der Hautkrebsvorsorge.
  • Diagnose: Diese Methode kommt vor allem bei der Früherkennung von Hauttumoren zum Einsatz. Das ist besonders wichtig, um rechtzeitig Therapiemaßnahmen einleiten zu können.
  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Die Entwicklung und Veränderung der Muttermale können via Digitalbilder dokumentiert werden. Bei der Nachsorge von Hauttumoren kommt die Auflichtmikroskopie zur Früherkennung von Zweittumoren und bei der weiteren Verlaufskontrolle zum Einsatz.

Was passiert bei der Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop?

Muttermale und sonstige Veränderungen der Haut untersucht der Hautarzt, wobei er auffällige Stellen mit einem tragbaren Auflichtmikroskop abklärt. Dadurch werden die Hautoberfläche und ihre Strukturen besser sichtbar gemacht.

Um sicherzustellen, dass die Haut möglichst kein auftreffendes Licht reflektiert, wird eine Kopplungsflüssigkeit (zum Beispiel Paraffinöl, Olivenöl oder Desinfektionsspray) auf die betroffene Hautstelle aufgetragen. Der Arzt hält das Auflichtmikroskop über die Hautstelle und sieht die Hautveränderungen um ein 10-Faches vergrößert.

Die Technik ist die gleiche wie bei der Spaltlampe, die der Augenarzt zur Untersuchung des vorderen Augenabschnitts einsetzt.

Wer macht die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop?

Eine Auflichtmikroskopie wird von einem Hautarzt, einem Dermatologen, durchgeführt.

Risiken?

Eine Auflichtmikroskopie ist eine risikoarme Untersuchung. Bis auf Kontaktallergien mit den zuvor genannten Kopplungsflüssigkeiten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Ein Nachteil der Auflichtmikroskopie ist, dass der Untersuchende bis an wenige Zentimeter an die untersuchte Hautstelle heran muss. Somit gibt es auch Körperstellen, die nicht oder nur schwer untersuchbar sind.

Was kann der Patient zum Gelingen beitragen?

Bewahren Sie Ruhe. Eine Auflichtmikroskopie dient lediglich der Klärung eines Verdachts. Es bedeutet nicht, dass Sie an Hautkrebs erkrankt sind.

Vor einer Auflichtmikroskopie müssen Sie nicht nüchtern sein. Versuchen Sie sich während der Untersuchung möglichst wenig zu bewegen.

Kosten & Krankenkasse

Die Untersuchung wird von Dermatologen durchgeführt. Die Kosten werden teilweise von der Krankenkasse übernommen.

Fragen an den Arzt

  • Gibt es etwas, das ich vor einer Auflichtmikroskopie beachten muss?
  • Was passiert, wenn sich bei der Auflichtmikroskopie ein auffälliger Befund ergibt?
  • Wie sicher sind die Ergebnisse einer Auflichtmikroskopie?
  • In welchen Zeitabständen ist eine Auflichtmikroskopie sinnvoll?

Medizinischer Experte

OA Univ.-Doz.

Dr. Paul Sator

Dermatologie

1. Oberarzt der Hautabteilung, KH Hietzing, Wien

Gesundheitskompass Website

Quellen

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