Autor

Patricia Kaiser

Wachstum des Kindes

Patricia Kaiser bloggt auf gesund.at (Patricia Kaiser)

"Eine Frau, die sich übers dicker werden freut? Ist nicht verrückt, nur schwanger!" Diesen Satz finde ich so reizend und ....ach, wie passend! :)

Die letzten Wochen sind gezählt, das Ziel ist nah. Der Raum wird immer enger - sowohl für das Baby als auch für meine Organe. "Oh mein Kind wo wächst du hin". Wie kann aus einem nicht vorhandenen Bauch so eine Riesenkugel werden!?

In Mamis Bauch wird’s eng

Momentan habe ich das Gefühl, mein Bauch verändert sich täglich. Er wird größer und praller, ich platze aus allen Nähten. Wenn ich mich bewege, wackelt meine Kugel vor mir her.

Mein Nabel wird immer flacher und meine Bauchdecke wird manchmal hart. In Beckenboden und Leistengegend spüre ich immer wieder ein unangenehmes stechendes Ziehen, die Mutterbänder machen sich bemerkbar und schmerzen sogar. Nun stelle ich fest, dass die zweite Schwangerschaft nicht mehr so ist wie die erste. Deine Schwester fordert auch ihre Aufmerksamkeit.

Mutiere ich jetzt zu einer Ente?

Jedes Mal wenn ich vom Sofa aufstehe, muss ich meinen Bauch extra festhalten. Mein Bauch und Po wackeln entgegengesetzt beim Spazierengehen. Es zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht wenn ich mich so von oben betrachte.

Als Gratiszugabe habe ich seit einer Woche Wassereinlagerungen in den Beinen und Armen, die nicht nur unangenehm sind, sondern noch dazu nicht schön sind. Mit Sport und viel trinken versuche ich dem entgegenzuwirken. Es fühlt sich gleich besser an.

Unser Baby ist mittlerweile zirka 44 cm groß und wiegt um die 2.000 Gramm. Anscheinend sieht es bereits fast fertig aus. Ich bin so neugierig, wie wirst du aussehen!? Schaust du Mami oder Papi ähnlicher?

Also mein großer Schatz, die letzten Wochen werden wohl noch viel mit sich bringen. Ich warte gespannt und genieße die Schwangerschaft mit all ihren Eigenheiten.

Und das sagt meine Physiotherapeutin Monika Siller zum Thema Wachstum des Kindes:

Der berechnete Geburtstermin wird statistisch gesehen nur von 4 % aller Kinder auch als tatsächlicher gewählt. Exakter wäre es, von einem "Geburtszeitraum" zu sprechen, welcher zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin zu erwarten ist. Die Hauptaufgabe des Kindes während der letzten Schwangerschaftswochen ist die Gewichtszunahme. Die Organe sind ja längst angelegt und funktionstüchtig.

Das Kind löst, über verschiede, noch nicht vollständig geklärte Abläufe, die Geburt ein. Ein Kriterium dabei dürfte u.a. die "Enge der Wohnung (Gebärmutter)" sein. Der Raum wird kleiner, die Bewegungen eingeschränkter. Ein weiterer ist mit Sicherheit auch die Versorgung über Nabelschnur und Mutterkuchen. Die Natur gewährleistet diese mit Sauerstoff und Nahrung über die Mutter nur über eine gewisse Zeit. Das Kind ist dann groß genug, um die Geburt gut zu schaffen. Bei Kindern, die mit grenzwertig geringem Gewicht schon frühzeitig Wehen auslösen, wird in vielen Fällen zum Kaiserschnitt geraten und das aus gutem Grund.

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