Autor

Nicole Siller

Streitereien zur besinnlichen Zeit...

Nicole Siller bloggt auf gesund.at (Nicole Siller)

Gerade zur Zeit des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels haben viele Menschen mehr Zeit als üblich die sie mit den Liebsten verbringen. Das ist manchmal wirklich wohltuend und genussvoll.

Manchmal auch gar nicht. Gerade in einer gefühlsmäßig dichten Zeit wie Weihnachten kommen oft verdrängte Bedürfnisse und Sehnsüchte zum Vorschein. Was tun, wenn die eigenen Wünsche und die des Herzenspartners gerade gar nicht harmonieren?

Es gibt immer eine Wahl

Da kommt endlich die heiß ersehnte Zeit um sich zu erholen und dem anderen ganz nahe zu sein und dann prallt man zu Hause ständig gegen jemanden, der nicht versteht geschweige denn unterstützt? Je nach Persönlichkeitsstruktur kann man nun "angreifen", "fliehen", "alles besser wissen" oder "alles überspielen und unter den Teppich kehren". Vielleicht fallen Ihnen noch andere kreative Reaktionen ein. Näher bringt Sie das alles dem anderen wohl nicht. Sie können allerdings aus den üblichen Streitkulturen aussteigen, etwas anderes probieren.

Stoppen und ehrlich sein

Was können Sie tun? Finden Sie etwas was Sie gerne ohne den Partner machen und Ihnen gut tut. Ob auspowern beim Sport oder lesen, ein wohltuendes Bad nehmen oder einen ausgedehnten Spaziergang genießen, ein Treffen mit dem besten Freund, das ist ganz egal. Besser ein heißes Thema etwas später oder am nächsten Tag in ein wenig abgekühlter Atmosphäre besprechen als im Streit verletzende Worte aussprechen, die nicht mehr zurückgenommen werden können. Ändern Sie bekanntes und erfolgloses Verhalten. Besser ein direktes "so kommen wir nicht weiter, ich brauche ein bisschen Zeit für mich, lass uns später/morgen sprechen!" und dann wirklich räumlich Abstand finden, als in schmerzhaften Endlosschleifen hängen bleiben.

Verbindendes finden

Was haben Sie bisher in guten Zeiten beide gerne gemeinsam gemacht? Gibt es ein Lieblingslokal, das mit schönen Erinnerungen verbunden ist? Können Sie am besten beim Spaziergang oder am Frühstückstisch mit einander sprechen? Selbst wenn Sie dafür sorgen, dass Sie beide in eine entspanntere Stimmung kommen, heißt dies noch nicht, dass Sie in einem Streitthema nachgegeben haben. Sie handeln erwachsen und unterstützend, schaffen eine neue Basis für ein besseres Gesprächsklima.

7 Punkte Strategie

  • Aussteigen bevor es ganz böse wird
  • Sich selbst gutes tun
  • Entspannte Atmosphäre schaffen  
  • Ich-Botschaften statt Vorwürfe
  • Zuhören und aussprechen lassen
  • Stoppuhr, d. h. jeder bekommt gleich viel Zeit zu reden, der andere hört aktiv zu
  • Gemeinsame Ziele definieren

Klare Gesprächsregeln im Streitfall

Besser ist es, klare Regeln im Gespräch einzuhalten und wertschätzend miteinander zu reden, als neue Streitthemen finden. Einer erzählt von sich und seiner Sichtweise. Der andere hört aktiv zu, fragt nach und bleibt beim anderen, auch wenn es schwer fällt. Dann wechseln Sie. Wenn nötig, verwenden Sie eine Stoppuhr, damit keiner zu kurz kommt. Nehmen Sie sich Zeit, so findet sich leichter wieder ein gemeinsamer Weg. In den meisten Fällen gibt es gemeinsame Ziele und unterschiedliche Wege dahin.

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