Autor

Mag. Julia Wild

Tag 12 und 13: Abschleppen und abschmecken

Veganen Blätterteig zum Dank gibt's am Wochenende sogar Zimtschnecken. (Julia Wild)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. Am zweiten Wochenende gibt's Zimtschnecken und ein einfärbiges Paprika-Gericht.

Zu Beginn meines zweiten Wochenendrückblicks darf ich mich zuerst einmal freuen: bisher gab es in meiner Challenge keinen Ausrutscher, keine Fehler und keine versehentlichen Aufnahmen von Tiererzeugnissen. Alles im sprichwörtlich grünen Bereich, vegan funktioniert und ist alltagstauglich.

Großeinkauf

Schon einige Zeit vor Start der Challenge haben mein Freund und ich aus dem veganen Kochbuch von Björn Moschinski eine Reihe von Rezepten herausgeschrieben und damit eine gesamte Woche geplant. Mit einer Liste aller - teilweise recht außergewöhnlicher - Zutaten machten wir uns Samstagnachmittag auf den Weg zu einem großen Supermarkt. Der Zeitpunkt war nicht der beste, vor allem beim Gemüse war die Auswahl schon schlecht, weil alles vergriffen. Für die ganze Woche hätten wir Paprika in allen Farben gebraucht, geworden sind es schließlich 13 (!) von der grünen Sorte. Bäh. Aber besser als gar nichts. Im Endeffekt war das Wagerl dann trotz allem brechend voll. Vegane Butter, Streukäse, Würzhefeflocken (noch nie gehört), Pimentkörner und Pilze haben wir nicht bekommen. Manches gibt’s eben nur in Spezialgeschäften.

Großeinkäufe in Wien ohne Auto sind prinzipiell eine mühsame Angelegenheit. Im Laufe der 200 Meter zur Straßenbahn und des Fußmarsches zur Wohnung verfluchten mein Freund und ich kurzzeitig den Veganismus und die Challenge und meinen Blog sowieso. Zuhause mit Rucksack, zwei überfüllten Einkaufstaschen und jeder Menge Sackerln mit Grünzeug drin war der Frust aber rasch wieder verflogen. Nach diesem kräftezehrenden Ausflug hatten wir dann aber keine Lust mehr, eines der Rezepte zu kochen. Zum Glück hat jemand vegane Depreziner erfunden. Mit Vollkornbrot, Hummus und Gemüse ein super Abendessen.

Gefüllte Paprika und Zimtschnecken

Sonntagnachmittag, eingeladen beim Bruder meines Freundes, zeigte mir Verena (des Bruders Freundin) ein total einfaches Rezept für vegane Zimtschnecken. Tatsächlich ist der Blätterteig einer sehr bekannten Mehl- und Kuchentante (ihr Name reimt sich auf Honey) tierproduktfrei und somit ideal für vegane Süßspeisen. Zuerst mischen wir drei Esslöffel Kokosöl mit einem Esslöffel braunen Zucker und einem Teelöffel Zimt zu einer homogenen Masse. Wir rollen den Teig aus, bestreichen ihn mit der Masse, rollen ihn zu einer Wurst und schneiden ihn in etwa zwei Zentimeter große Stücke. Die Schnecken werden ein bisschen plattgedrückt, geformt, mit Vanille-Sojamilch bestrichen und kommen dann für zirka 25 Minuten in den Ofen. So lecker!

Björn Moschinskis gefüllte Paprika mit Bulgur und dunkler Soße sind da schon etwas aufwändiger, das Ergebnis und den Vergleich mit dem Kochbuch-Foto könnt ihr untenstehend bewundern. Leider fehlten Piment für die Soße und veganer Käse für die Füllung. Trotzdem sehr lecker, sättigend und wirklich mal etwas anderes. Machen wir auf jeden Fall wieder!

  • Autor
  • Erstellungsdatum

Kommentare

Um einen Kommentar zu erstellen, müssen Sie angemeldet sein

Noch keine Kommentare

Mehr zum Thema