Autor

Mag. Julia Wild

Vegan-Blog Tag 30: This is the end

Blog Julia Wild Tag 30
Konfetti und Feuerwerk bitte! It's over and done. (Kirsty Pargeter)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang habe ich versucht, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. Es ist vollbracht, die Challenge ist vorüber. 

Unglaublich wie schnell 30 Tage vergehen. Mein Resümee? Vegan ist manchmal leicht, manchmal schwierig in der Umsetzung. Aber alleine im Sinne des Tierschutzes und der Umwelt lohnt es sich auf Milch, Eier und Co. zu verzichten. Ich würd’s wieder tun und: ich werde zum Großteil auch dabei bleiben.

Jetzt habe ich das Rüstzeug

Für alle, die es interessiert: im letzten Monat habe ich eher ein wenig zu- als abgenommen. Das liegt daran, dass mein Freund und ich alles Vegane, was die Supermärkte hergaben (sei es Trash-Food oder nicht) probiert haben - in erster Linie, damit ich in diesem Blog auch etwas zu berichten hatte. Da waren natürlich viel Zucker, (Pflanzen-)Fett und vor allem auch Kohlenhydrate darunter. Jetzt, wo wir uns quasi kulinarisch ausgetobt und jede Menge gekostet haben, wissen wir, wie vegan funktioniert und vor allem wie es GESUND funktioniert. Ich werde in Zukunft z.B. weniger zu Sojapuddings und -joghurts greifen, statt Zucker nur mehr mit Agavendicksaft und Birkenzucker (Achtung: gifitig für Tiere!) benutzen und auch vegane Pizza wird es seltener geben. Letztere hat nämlich vermutlich ähnlich viele Kalorien im Gepäck wie die normale Variante.

Das Motto für richtige vegane Ernährung ohne Mängel und Gewichtszunahme muss heißen: Selbst kochen, mit viel regionalem Gemüse, vollwertigem Getreide und Hülsenfrüchten. Finger weg von Veggie-Wurst, Weißmehlbomben und Produkten mit einer elendslangen Liste von E-Nummern. Solche Dinge schaden dem Körper auch ohne tierische Bestandteilen.

Matcha und andere Wunder

Gestern hat auf mich eine kleine Überraschung in Form einer Dose Matcha-Pulver und Matcha-Besen gewartet. Schon länger wollte ich den vor allem von Attila Hildmann angepriesenen und geliebten Wundertee probieren. Heute Morgen gab’s einen kalten Matcha-Shake mit viel Limettensaft (Rezept siehe Bild), der auch tatsächlich meine Lebensgeister geweckt hat. (ich war nämlich eigentlich todmüde, weil der Kater beschlossen hat, die ganze Nacht auf meinem Kopfpolster/Gesicht zu randalieren). Das ist zwar nicht nach Attilas Rezept, dennoch mischen wir auch immer ein bisschen Chlorella-Pulver (DIE Superalge) in den Shake.
Blog Julia Wild Tag 30-1Am Vormittag habe ich noch einen Saft aus roten Rüben, Apfel und Basilikum getrunken, eine Kiwi und Paranüsse (haben extrem viel Selen) genascht. Gute Energie mit jeder Menge Vitaminen und praktischen Radikalfängern also!

Julia Wild_Blog_30_2Solche Angewohnheiten möchte ich unbedingt beibehalten. Wie schon erwähnt, werde ich auch künftig soweit es geht auf Eier verzichten; ich möchte mich nicht an dem Mord an Millionen männlichen Küken beteiligen. No thanks. Milch und Joghurt werde ich auch streichen. Die einzigen tierischen Produkte, wo mir die Abstinenz wirklich schwer fällt, sind Halloumi und Mozzarella. Ich bin ja generell kein Käsefan, aber diese beiden sind mir im letzten Monat tatsächlich des Öfteren abgegangen. Mal schauen, wie ich das in Zukunft handle. Auf jeden Fall sehe ich die Dinge mit anderen Augen.

Danke!

In diesem letzten Absatz möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen Blog gelesen und vielleicht sogar Freude daran gehabt haben. Ich freue mich über jeden einzelnen, der sich etwas Kleines von meinen Worten mitnehmen konnte und vielleicht nun auch mit dem Gedanken spielt auf das ein oder andere tierische Produkt zu verzichten. Und danke auch an meinen Freund, der mich besser nicht hätte unterstützen können!

In diesem Sinne:
"Moralisches Handeln ist dasjenige Handeln, das nicht eigennützig, sondern altruistisch ist. Sein Motiv ist gerade nicht das eigene Wohl, sondern direkt das Wohl und Wehe anderer Wesen."

Arthur Schopenhauer

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