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Mag. Julia Wild

Vegan-Blog Tag 3: Das Nudel-Koriander-Paradigma

Foto von Mag. Julia Wild
Noodles everywhere - schon am dritten veganen Tag kann ich sie nicht mehr sehen! (Redaktion)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. Heute schreibe ich erst den dritten Tag meiner veganen Challenge und kann schon keine (eifreien) Nudeln mehr sehen.

Das könnte daran liegen, dass mein Freund und ich am ersten Tag gleich mal ein ganzes Kilo davon gekocht haben und es uns völlig zuwider ist, Lebensmittel wegzuwerfen. Deswegen haben wir die teigigen Überbleibsel gestern Abend zu einem Nudelsalat verwurstet (haha!).

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Dazu gab es gebratenen Tofu mit Knoblauch. War wirklich gut, aber für heute und den Rest der Woche verhänge ich strenge Pasta-Sperre; alleine des Speckbauchs wegen. Zu letzterem komme ich übrigens auch noch in den nächsten Tagen.

Keine Kuhmilch mehr

So far so good. Heute bin ich irgendwie leichter aus dem Bett gekommen. Das könnte Zufall sein, oder aber auch daran liegen, dass Milch, Käse und Co. meinem Organismus nicht mehr zu schaffen machen. Bei der Verdauung tierischer Eiweiße bilden sich nämlich Säuren - ein Zuviel davon (wie bei meinem Junkie-haften Halloumi-, Mozzarella- und Eiaufstrich-Konsum vermutlich schon vorgekommen ist) verträgt der Körper nicht so gut, sie lagern sich in Bindegewebe, Muskeln und Gelenken ab. Das kann z. B. so unangenehme Dinge wie Arthrose - Verschleiß der Gelenke - begünstigen.

Außerdem bedeutet vegan auch cholesterinfrei. Ich habe von Haus aus (wahrscheinlich vererbt) einen zu hohen Cholesterinspiegel. Vegane Ernährung kann im Hinblick darauf für mich also nur förderlich sein. Bei meiner gestrigen Sporteinheit im Fitnessstudio ging es mir übrigens wie immer: fertig und ausgelaugt. Von welchem Energieschub reden die Leute da eigentlich immer, den sie angeblich nach dem Training haben? Rätselhaft.

Veganes Chilli mit Horrorgewürz

Zum Frühstück habe ich wieder meinen super-sättigenden Mandelmilch-Bananen-Shake getrunken, am Vormittag Nüsse und Brombeeren gesnackt. Alles wunderbar. Doch dann kam das Mittagessen… Bei unserem ersten veganen Einkauf habe ich neben all den frischen Lebensmitteln auch ein typisches Fertiggericht eingepackt, mit Namen "Veganes Chili mit Reis". Kann man ja mal ausprobieren, habe ich gedacht. Die kleine Portion mit 444 Kalorien hatte zwar keine Konservierungsstoffe oder andere bedenkliche Zutaten untergemischt, aber dafür eine mir verhasste: Koriander. Angeblich ist es genetisch bedingt, ob jemand dieses fiese Grünzeug leiden kann oder nicht. Ich hasse es. Das Chili musste dann meine liebe Kollegin essen, die glücklicherweise nichts gegen das Horror-Gewürz hat.

Was habe ich daraus gelernt? Selber vegan zu kochen ist besser als veganes Fertigfutter. Das hätte ich mir eigentlich schon vor der Koriander-Misere denken können, das gilt nämlich nicht nur für vegane Ernährung. Mal schauen, was mir mein rein pflanzliches Leben morgen für Freuden und Sorgen bereitet.

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