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Mag. Julia Wild

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Vegan-Blog Tag 22: Entgiftet mein Körper?

Nach 22 Tagen Veganismus gibt's eine wenig erfreuliche Errungenschaft: Akne. (JenkoAtaman - Fotolia.com)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. An Tag 22 begebe ich mich auf die Suche nach Entgiftungssymptomen und gerate dabei in die Akne-Krise.

Seit nunmehr 22 Tagen lebe ich vegan und stelle mir die Frage, ob mein Körper wohl eine Art Entgiftungsprozess durchmacht. Solche Vorgänge sind zwar nicht wissenschaftlich belegt, alternativmedizinische Ansätze halten aber am Bestehen sogenannter "Schlacken" fest.

Entschlackung. What’s that?

Mit Schlacken sind Rückstände ("Schmutz") im Körper gemeint, die seine normalen Funktionen blockieren. Der Begriff Schlacken kommt ursprünglich aus der Metallindustrie und bezeichnet die nichtmetallischen Schmelzrückstände. So eine Art schwarzen Dreck gibt es im menschlichen Körper nicht - zumindest glaube ich nicht an so etwas. Da bin ich schon eher bei der Schulmedizin, die den Begriff nicht verwendet, sondern mit Rückständen z.B. Cholesterin, Triglyceride, erhöhte Harnsäure oder Rückstände von Medikamenten meint.

Eigentlich müsste es logisch sein, dass man durch Umstellung auf (gesunde) vegane Ernährung auch tatsächlich entgiftet. Pflanzliche Lebensmittel enthalten nämlich kein Cholesterin.  Menschen, die an Gicht erkrankt sind, wird außerdem empfohlen ihren Fleisch- und Fischkonsum zu reduzieren, um die Harnsäurewerte im Blut zu senken. Was noch wegfällt, sind die sonst aufgenommenen Rückstände von Medikamenten in Milch und Co. - laut einiger europäischer Studien stecken in Kuhmilch nämlich Spuren von Antibiotika, Wachstumshormonen und sogar Antiepileptika. Das ist nicht schön.

Mögliche Entgiftungssymptome

Wenn man sich durch’s Internet wühlt, findet man in Foren und auf verschiedenen Youtube-Channels Menschen, die nach einigen Wochen veganer Ernährung alle möglichen Symptome an sich bemerkt haben. Diese reichen von Akneschüben (meine Haut spielt übrigens momentan auch verrückt), Müdigkeit, Antriebslosigkeit, verstärkter Mensturation und erhöhtem Schlafbedürfnis. Außer verstärkten Hautunreinheiten habe ich derweilen keine der beschriebenen Auswirkungen. Ich hoffe, dass dieser Prozess in meinem Körper bald abgeschlossen ist… denn eigentlich habe ich mir von veganer Ernährung schönere Haut erwartet und nicht unbedingt das Gegenteil. Also trinke ich erstmal viel Wasser und grünen Tee und warte ab.

Julia-Blog-22-01

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