Autor

Mag. Julia Wild

gesund.at - Neuigkeiten

Tag 21: 3 Floskeln und Gegenargumente

3 Anti-Vegan-Floskeln und wie man sie widerlegt
So wehren Sie sich gegen schlecht unterrichtete Vorurteile. (freshidea - Fotolia.com)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. Am 21. Tag gibt's einen kleinen veganen Selbstverteidigunskurs.

Wenn man eine Sache als vegan lebender Mensch draufhaben muss, dann ist es argumentieren. Wie schon einmal erwähnt, können viele Leute es einfach nicht fassen, dass man gewisse Dinge aus ethischer Überzeugung nicht essen mag. Da hilft es, sich mit guten Argumenten zu wappnen. Guten Stoff zum Kontern lieferten mir zwei vegane Magazine (siehe Fotos), die ich mir am Wochenende zugelegt habe. Tatsächlich gibt es die in jeder normalen Trafik zu kaufen.

Julia-Blog-21-Foto-01Julia-Blog-21-Foto-02

Floskel 1: "Fleisch, Eier und Milchprodukte sind wichtig für die Gesundheit"

Hört man oft, stimmt so nicht. Wird Veganismus richtig gelebt (also nicht nur Fertigprodukte und Kuchen), dann sind keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Tierfreie Nahrung enthält durchschnittlich mehr gesunde Inhaltsstoffe, denn Veganer essen automatisch mehr Gemüse und Co. Dass man sich nicht am qualvollen Tierleid beteiligt ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Es gibt eine Reihe von Studien, die z.B. die negativen Auswirkungen von Milchkonsum auf den menschlichen Körper belegen.

Floskel 2: "Veganer wollen einem immer ihre Ernährung aufzwingen"

Ich für meinen Teil habe absolut nicht die Absicht Fleischesser zu missionieren. Ich möchte nur in meinem Tun in Frieden gelassen werden, die ständige Rechtfertigung kann nämlich ziemlich nerven. Wenn überhaupt möchte ich aufklären, denn viele Menschen wissen tatsächlich nicht, was Veganer zu ihrer Einstellung bewegt.

Floskel 3: "Vegan leben ändert auch nichts"

Richtig: Ein einzelner Veganer kann nichts am Elend ausrichten. Aber eine Million Veganer sind bereits ein Faktor, der ein Ausrufezeichen setzt. Außerdem: Jeder neue Veganer verändert die Welt zum Guten. Floskeln wie diese haben auch die Aufgabe die Bewegung einzuschläfern, indem den Menschen das Gefühl der Machtlosigkeit vermittelt wird. Vegan zu leben (da muss ich mich bezüglich Kleidung etc. auch noch an der Nase nehmen) bedeutet unter anderem auch die Bereitschaft, sich von Egoismus und Ignoranz zu distanzieren, Veränderungen und Verzicht in Kauf zu nehmen und so dazu beizutragen, dass sich überhaupt eines Tages etwas verbessert.

Kommentare

Um einen Kommentar zu erstellen, müssen Sie angemeldet sein

Noch keine Kommentare

Mehr zum Thema