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Mag. Julia Wild

Vegan-Blog Tag 2: Wie jetzt, kein Tofu?!

Was tun, wenn Tofu aus ist? Am Tag 2 der Vegan-Challenge landen stattdessen Gemüse, Bananen, Sojajoghurt und eifreie Nudeln im Wagerl. (Brent Hofacker - Fotolia.com)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. An Tag 2 ist ausgerechnet Tofu ausverkauft, doch Not macht erfinderisch...

Unser erster veganer Supermarkteinkauf und dann das: Mein Freund und ich stehen gestern Abend in der Kühl-Abteilung und kratzen uns fragend am Kopf. Ausgerechnet an unserem ersten Tierprodukt-freien Tag ist der Tofu ausverkauft. Eine Tofu-mampfende Hippie-Kommune dürfte ihre Hamsterkäufe in meinem Stammgeschäft erledigt haben. Naja. Glücklicherweise finden wir für unsere vegane Bolognese eine Alternative in Form eines getrockneten Soja-Faschierten.

Veganes Shopping

Wir sind eigentlich geübt im gesunden Einkauf, ich als routinierte Vegetarierin und mein Freund als unterstützender Befürworter meiner Lebensweise haben immer schon teilweise vegan geshoppt. Trotzdem halten wir uns etwas länger in den Gängen auf als sonst und inspizieren das Kleingedruckte auf den verschiedensten Produkten. Mein armer Freund ist ganz traurig, dass die fleischlose Extrawurst "nur" vegetarisch ist. Den pflanzlichen - vor kurzem medial ausbuhten aber veganen - Analogkäse lassen wir erstmal links liegen. Stattdessen stapeln wir Gemüse, Bananen, Haferflocken, Sojajoghurt, Mandelmilch, eifreie Nudeln, ein veganes Fertiggericht und Cashews ins Wagerl.

Wie schmeckt Soja-Faschiertes?

Zuhause angekommen müssen wir - schon halb verhungert - erstmal ein veganes Brot mit Bohnen-Chili-Aufstrich essen. Dann geht’s schon los mit Karotten hobeln, Zwiebel rösten und Soja-Faschiertem einweichen. Das Ergebnis ist dank frischem Knoblauch, Basilikum und allerhand anderer Kräuter und Gewürze wirklich sehr zufriedenstellend und besonders wichtig: total sättigend! Gurken-Bohnen-Mais-Salat gibt‘s auch.

Mein Frühstück sollte nach der gestrigen Pasta-Orgie etwas minimalistischer ausfallen, deshalb schlürfte ich heute einen Shake aus Mandelmilch, Sojajoghurt, Banane, Haferflocken und einem Schuss Ahornsirup. Der stand schon in vegetarischen Zeiten regelmäßig auf meinem Speiseplan.

Gigantische Nudelberge

Ich werde wohl übrigens die erste in der Geschichte sein, die vom Vegansein zunimmt - zumindest wenn die Nudelberge weiterhin solch gigantische Ausmaße haben. Heute im Büro gab es nämlich zu Mittag die Reste von der Tofu-Bolognese. Und ja, mit Reste meine ich einen riesigen Teller. Ich wollte mich danach am liebsten hinlegen und zwei Stunden schlafen. Als Snack habe ich mittlerweile Nüsse und Amaranth-Mais-Waffeln in meiner Schreibtischlade gehortet.

Spaghetti

Noch fühle ich mich (nach nur zwei Tagen relativ klar) unverändert, sowohl psychisch als auch körperlich. Heute Abend folgt meine erste Sporteinheit als veganer Fitnesscenter-Besucher, ich erwarte aber keine Leistungsveränderung. Positiv finde ich bisher auf jeden Fall diese neue Art der Auseinandersetzung mit Ernährung, man riecht, schmeckt, kauft, kocht bewusster und hinterfragt, was man sich da eigentlich Tag für Tag so einverleibt. Ich bin gespannt wie es weitergeht…

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