Autor

Mag. Julia Wild

Vegan-Blog Tag 17: Pizza und Superfoods

Tante Cecarelli hat in Bologna nicht nur Amore, sondern sicher auch Pizza gemacht. (tunedin - Fotolia.com)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. Am Tag 17 geht es um freie Radikale, die eigentlich Penner sind und um missverstandene fehlende Oxidantien.

So, ich gebe zu, gestern habe ich mich nicht in die Küche gestellt und wie eigentlich geplant etwas aus einem der Kochbücher gekocht, sondern mit meiner Mitbewohnerin vegane Pizza bestellt. (Verklagt mich doch!) Das war die dritte bestellte vegane Pizza innerhalb von drei Wochen, eigentlich viel. Da wundert es mich nicht mehr, dass auch dicke Veganer unter uns wandeln. Auch als Pflanzenbevorzuger bleibt einem folglich Ausgleich durch Bewegung nicht erspart.

Gib mir Superfoods

Auf meiner gestrigen Pizza (siehe Bild) war eigentlich nichts "Schlimmes" drauf, sondern nur Zwiebel, Mais, Paprika und Brokkoli und veganer Käse. Laut Homepage des Lieferservice besteht der von mir ausgesuchte Low-Carb-Teig aus Sojamehl, Gluten, Vollkornmehl, Wasser, Salz und Hefe. In Nährstoffe aufgeschlüsselt pro Pizzateigscheibe: 60 Gramm Eiweiß, 54 Gramm Kohlenhydrate und 12,5 Gramm Fett. So kann ich zur gestrigen Proteindebatte noch hinzufügen, dass meine vegane Pizza als echte Eiweißbombe daherkommt.

Tag 17_ Pizza selbst gemachtDas Schöne an ausgewogener Ernährung ist die stete Aufnahme an sogenannten Superfoods. Diese da wären z.B. Chiasamen, Gojibeeren, rote Rüben, Brokkoli, Heidelbeeren, Weizengras, Mandeln, Sauerkraut, Sprossen und Samen und viele mehr. Superfoods bestechen hauptsächlich mit einer bestimmten Eigenschaft: Sie stecken voller Antioxidantien.

Warum Antioxidantien?

Sheldon aus The Big Bang Theory hatte einmal Angst, aufgrund des Essens von Blaubeerkuchen zu viele Antioxidantien aufzunehmen und dass ihm dadurch die Oxidantien ausgehen. Ein Lacher in der Serie, in der Realität natürlich Blödsinn, denn: von Antioxidantien kann man nicht genug haben.

Unser Körper wird leider Gottes fast täglich mit oxidativem Gift konfrontiert. Rauchen, Alkohol, Übergewicht, intensives Sonnenbaden, chronische Entzündungen, Spritzmittel, radioaktive oder elektromagnetische Strahlung, Konservierungs- und Aromastoffe sind Beispiele für oxidative Belastung. Freie Radikale sind ziemliche Penner: Im Molekül haben sie einen "Arm" frei, mit dem sie den körpereigenen Molekülen ein Elektron entreißen. Dieser Prozess wird als Oxidation bezeichnet und kann langfristig zu Hautalterung, Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Rheuma oder sogar zu Demenz und Krebs führen. Antioxidantien gehen bei der Oxidation dazwischen: Sie geben den Elektron-hungrigen Radikalen "freiwillig" ein Elektron ab und "besänftigen" diese so. Die freien Radikale werden unschädlich gemacht.

Also: Immer her mit Chiasamen-Pudding und Roten-Rüben-Salat!

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