Autor

Mag. Julia Wild

Vegan-Blog Tag 16: Die Eiweiß-Lüge

Veganer haben keinen "vorprogrammierten" Eiweiß-Mangel: der offiziell stärkste Mann Deutschlands seit 2011 ist Veganer. (cristovao31 - fotolia.com)

Vegetarierin goes Veganerin: 30 Tage lang werde ich versuchen, vegan zu leben und meine Erfahrungen zu teilen. Am 16. Tag geht es darum, dass Veganer zuwenig Eiweiß abbekommen - ein Vorurteil, das ich widerlegen muss.

Fleischessende Vertreter der Menschheit scheinen stets besorgt darüber zu sein, dass Vegetarier und Veganer an schrecklichem Proteinmangel leiden. Sie können angeblich keine Muskeln aufbauen und haben auch keine Energie und so. Ich bin deshalb schon oft in Erklärungsnot geraten.

Veganer Muskelprotz

Das Interessante an der ganzen Sache: Bei Leuten, die sich mit Junk-Food vollstopfen und nur von Schoko und Softdrinks leben macht sich niemand Sorgen. Dabei haben solche Menschen am ehesten alle möglichen Mängel. Sobald man Fleisch und Co aber entsagt, lebt die gesamte Umwelt plötzlich in Angst, dass der arme Abstinenzler womöglich umkippt - because of lack of protein. Dabei ist diese Paranoia völlig fehl am Platz, denn pflanzliches Protein kann den Bedarf des Körpers mit Leichtigkeit decken. Solange der gesundheitsbewusste Veganer auf einen ausgewogenen Speiseplan mit Hülsenfrüchten, Nüsse, Vollkornprodukten, Getreide etc. achtet, kann mit der Versorgung überhaupt nichts schief gehen.

Zum Thema Muskeln noch eins: Patrik Baboumian, der offiziell stärkste Mann Deutschlands seit 2011 ist Veganer. Da kann das mit dem vorprogrammierten Proteinmangel nicht ganz stimmen, oder?

Gulaschsuppen-Party

Gestern Abend, als ich gegen sieben von der Arbeit in die Wohnung meines Freundes gekommen bin, hat das beste Mahl der ganzen bisherigen Challenge in Form einer veganen Gulaschsuppe (aus dem Buch von Björn Moschinski, Bildvergleich siehe unten) auf mich gewartet.

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Für alle, die sich schon darüber gewundert haben, wieso wir bisher nur Rezepte aus einem der drei angeteaserten Bücher nachgekocht haben: step by step, immer mit der Ruhe, Attila Hildmann kommt noch dran. Jedenfalls hat es schon im Vorzimmer total nach "echtem" Gulasch gerochen und die Kombination aus Paprika, Kartoffeln, Champignons, Tomaten, Zwiebel, Knoblauch und vielen frischen Kräutern und Gewürzen war echt 1A.

No eggs no more

Ich habe mich übrigens schon dazu entschlossen auch nach meiner Challenge auf Eier zu verzichten. Warum? Darum: Unabhängig von der der Art der Hühnerhaltung (Freiland/Boden/Käfig) ist der Umgang mit den männlichen Küken eine Katastrophe, die ich nicht ignorieren kann. Die männlichen Tiere können keine Eier legen und sind zuchtbedingt auch nicht für die Mast geeignet. Für die Industrie sind sie somit "unbrauchbar" und werden kurzerhand entsorgt. Gleich nach dem Schlüpfen werden alle Küken in Männchen und Weibchen unterteilt. Diesen Vorgang nennt man "Sexen". Die Männlichen werden anschließend vergast, lebendig zerschnitten oder ganz einfach in Abfallbehälter entsorgt, wo sie qualvoll ersticken.Da vergeht mir wirklich jede Lust auf Spiegelei.

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Kommentare

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  1. saschettini

    Very good post, i love Vegan meals ♥♥♥ http://receitasde.blog.br/

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