Autor

Dr. Thomas Klein

Pflanzliche Hilfe bei Regelbeschwerden

(Dr. Thomas Klein)

Mutter Natur hat eine richtig tiefe Schatztruhe, besonders im Bereich der Frauengesundheit. Geliebt werden die grünen Helfer wegen ihrer sanften Wirkung, die sich meist etwas langsamer aufbaut - aber dafür ohne große Nebenwirkungen.

Ich stelle Ihnen im folgenden Blogbeitrag gerne ein gutes Beispiel für ein Einsatzgebiet der Phytotherapie vor: Das lästige Prämenstruelle Syndrom, auch PMS abgekürzt.

Wenn die Regel Probleme macht

Geschätzte Leserin - vielleicht kennen Sie das (hoffentlich ja nicht!): Einige Tage bis zu zwei Wochen vor Eintritt der Monatsblutung fühlen Sie sich einfach nicht wohl. Sie sind besonders reizbar, niedergeschlagen, es sammelt sich Wasser im Gewebe an und die Brust spannt. Nach der Regelblutung sind die Beschwerden meist wieder völlig verschwunden.

Vor der Regel = out of order? Kein Einzelfall

Falls bei Ihnen - und Ihren Mitmenschen! - die Monatsblutung schon im Vorfeld zu echter Alarmstimmung führt, ist Eines gut zu wissen: Sie sind nicht alleine. Schätzungen zufolge sind bis zu 70 % der Frauen zumindest gelegentlich von PMS betroffen. Für manche sind die Beschwerden kaum merkbar, für andere hingegen kann PMS eine Belastung werden. Rund 3 bis 8 % der Frauen sind so beeinträchtigt, dass soziale Kontakte oder auch die Arbeit darunter leiden! Die Ursachen für PMS sind noch nicht so richtig geklärt - sicher ist nur, dass eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber den Hormonschwankungen im Zyklus vorliegt.

Pflanzlich gegen PMS

Wie ich auch in meinem kürzlich erschienenen Ratgeber "Pflanzenkraft für die Frau" beschreibe, ist der Mönchspfeffer wohl eine der am besten erforschten Heilpflanzen gegen das PMS. "Vitex agnus castus", wie er von Fachleuten liebvoll genannt wird, kann bis zu fünf Meter hoch werden, wirkt direkt im Gehirn und kann unter anderem die Ausschüttung des Hormons Prolaktin dämpfen. Bei jeder Regelblutung führen nämlich steigende Prolaktinspiegel zu einer Veränderung der Brust mit einer vermehrten Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe. Dadurch kann ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Brüsten auftreten. Mönchspfeffer hilft da. Übrigens auch bei schlechter Laune - neue wissenschaftliche Studien vermuten einen Einfluss auf die Glückshormone im Gehirn...

Mehr Möglichkeiten

Neben dem Mönchspfeffer, der wohl das bekannteste Mittel darstellt, wird auch das Frauenmantelkraut gegen die Symptome des PMS eingesetzt. Allgemein beruhigend und entspannend wirken zudem Baldrian, Lavendel oder Passionsblume. PMS-Beschwerden sollten aber grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden und über die richtige Anwendung pflanzlicher Mittel (Tee, Säfte, Kapseln, Tabletten, etc...) sollte eine fachkundige Beratung erfolgen.

Lifestyle Faktoren bessern PMS

Eine vererbte Veranlagung kann die Entstehung von PMS begünstigen, daran lässt sich nichts ändern. Aber es gibt andere Faktoren, die Sie durch Anpassung Ihres Lebensstils sehr wohl beeinflussen können:

  • Legen Sie einen PMS-Kalender an, in den Sie die Beschwerden eintragen. Das kann bei einer Therapie von Vorteil ist.
  • Vermeiden Sie Stress. Es ist nachgewiesen, dass psychische Belastungen das Auftreten von PMS fördern.
  • Machen Sie Bewegung. Suchen Sie sich eine Sportart oder 
ein Hobby, das Ihnen Freude macht, damit Sie auch dranbleiben. Merkspruch: "Regelmäßig" ist "gut für die Regel".
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung. Mineralstoffe und Vitamine sind wichtig. So trägt etwa das Vitamin B6, das in Vollkornprodukten enthalten ist, zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Auch die Magnesiumaufnahme sollte ausreichend sein.
  • Autor
  • Erstellungsdatum

Kommentare

Um einen Kommentar zu erstellen, müssen Sie angemeldet sein

Noch keine Kommentare

Mehr zum Thema