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Dr. Rosa Aspalter

Neues Jahr, neues Abnehm-Glück!

Dr. Rosa Aspalter
Dr. Rosa Aspalter ist Bloggerin bei gesund.at. (Agnes Stadlmann)

Immer wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt ein neues Jahr und ein "Abnehmsoll" daher. Darüber, dass die Vorsätze nicht dogmatisch oder drohend sein sollten sondern positiver Natur, habe ich im letzten Blogbeitrag geschrieben.

So entwickeln sie mehr Kraft. Diesmal gibt’s weitere Tipps. Und keine Sorge: Sie mögen widersprüchlich erscheinen. Das bedeutet aber nur, dass man die Möglichkeiten in alle Richtungen hin ausloten sollte!

Ich kann nicht mehr!

Es ist fast so, wie vor Weihnachten. Unzählige Mails, die da eintrudeln und die damit beginnen, dass bald Weihnachten ist. Klick. Weg damit. Wenn Sie das Gefühl haben, nichts Neues mehr auf Lager zu haben, alles bereits ausgeschöpft zu haben in Sachen Gewichtsreduktion, dann ist vielleicht der Augenblick gekommen, sich zu fragen, warum Sie nichts Neues mehr probieren möchten.

Abnehmen: Weniger ist mehr

Ich habe Menschen erlebt, die seit 30 Jahren oder mehr stark übergewichtig sind, und "Es" nun angehen. Sie kommen in die Abnehmberatung. Sie machen täglich 3 Stunden Sport. Sie nehmen Shakes zu den Mahlzeiten statt normaler Mahlzeiten. Sie wollen die Proteinmenge genau berechnet haben. Sie möchten auch noch Hormoninjektionen, die die Fettpölsterchen zum Schmelzen bringen sollen. Wie lange kann das durchgehalten werden?

Das Abnehmen ist kein Sprint, es ist, insbesondere wenn das Übergewicht schon viele Jahre besteht, viel eher mit einem Dauerlauf zu vergleichen. Und da braucht gute Einteilung der Kräfte. Und sie möchten ja über viele Jahre gut aussehen, und nicht nur für ein paar Wochen. Dabei hilft Ihnen nur, was Sie auf lange Sicht beibehalten können.

Machen Sie sich einen Plan:

  • Für Jänner nehmen Sie sich vor, Ihre Getränke zu optimieren,
  • im Februar sehen Sie sich die Brotaufstriche und den Brotbelag an, bzw. die Brote selbst, die Sie essen,
  • für den März starten Sie mit einem schönen, abwechslungsreichen Outdoor-Programm usw.

Machen Sie einen Jahresplan!

Genügend umstellen!

Auch mir ist es passiert. Ich nahm mir vor, "mehr" Gemüse und Salat zu essen. Das Resultat waren dann etwa eine Portion Salat oder 3 Tomaten pro Woche mehr. Was kann man sich davon an Gewichtsveränderung erwarten? Ja, leider richtig: So gut wie nix! Es braucht da zumindest eine Portion Salat pro Tag zusätzlich, 3 Tomaten pro Tag oder 2 Portionen Obst mehr.

Viele versuchen es auch mit der gewichtsreduzierenden Wirkung, z.B. von grünem Tee, von Ananas oder anderem mehr. Das ist schon okay. Da ist schon was dran. Solche Dinge unterstützen Stoffwechsel und Verdauung. Aber zu glauben, sie würden die Kuchen und Kekse, die Mayonnaisebrote und Pizzas ausgleichen, ist ungefähr so, als würde ich mit einem Scheibchen Karotte meinen gesamten Vitaminhaushalt decken wollen.

Übrigens, um zu sehen, ob oder wie viel man tatsächlich ändert, eigenen sich Ernährungsprotokolle ganz hervorragend. Sie schützen vor den frustrierenden Überschätzungen, und es gibt wirklich Power, zu sehen, dass nun die Süßigkeiten exakt um 50 % reduziert wurden, die Bewegung um 60 gesteigert wurde und sie helfen auch bei der Festsetzung von Zielen.

Es tut sich nix!

Sie bemühen sich redlich. Sie denken oft daran, weniger oder etwas Gesünderes zu essen, und streckenweise gelingt Ihnen dies auch gut. Und Sie machen sogar Bewegung! Sie ziehen jeden Tag Ihre Walking Runde. Gratulation! Ja, ehrlich! Das ist etwas und sollte nicht gering geschätzt werden! Nur: Wenn Sie nun seit 12 Monaten relativ "gesund" essen und täglich Ihre Walkingrunde gegangen sind und Sie nichts mehr verändert haben - woher sollte sich beim Gewicht noch etwas ändern?

Wir benötigen immer wieder neue Strategien, da auch der Körper seine Strategien hat. Aber das ist ja keine traurige Nachricht, oder? Es bringt immerhin Abwechslung ins Geschehen!

In diesem Sinne: Noch einmal ein frohes, frisches neues Jahr!

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