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Dr. Christine Allen

Kreativität

Dr. Christine Allen ist Bloggerin bei gesund.at. (Elisabeth Mondl)
Als ich jünger war, dachte ich immer, dass es kreativ ist, wenn man gut Zeichnen oder Schreiben kann. Ich betrachtete mich daher als "unkreativ". Unvergessen ist eine Zeichnung in der 2. Klasse AHS , als ich eine Cowboy-Stadt zeichnen sollte.

Mein Zeichenlehrer wollte mir nur einen 2er geben, weil er es nicht als gut genug empfand (und ich hatte mich total verausgabt). Beim Schreiben war es so, dass ich in Deutsch durchaus mal einen Einser schrieb, meist jedoch Zweier, weil es "eh ok" war, aber meine beste Freundin, war die Begabte.

Hey, ich bin auch kreativ!

Ob Deutsch oder Englisch, die Lehrer fielen fast auf die Knie vor lauter "beeindruckt sein" (so begabt war sie ), meine Sachen, waren eben nur ok. Als ich in der achten Klasse ein Gedicht schrieb, dachte mein Deutschlehrer, ich hätte es von wo kopiert, weil er mir nicht so viel Eigen-Kreativität zutraute (war echt selbst ausgedacht). Da dachte ich wieder, typisch, meiner Freundin hätte er es natürlich zugetraut. Ich bin halt die, die gut kopiert, oder brav das macht was man von ihr verlangt.

Aber wissen Sie, wo ich erfinderisch bin, beim Stricken und Häkeln, da fallen mir dauernd irgendwelche Sachen ein. Nur dachte ich immer, das kann ja jeder. Wer Stricken oder Häkeln kann reiht einfach eine Masche an die andere.

Formen von Kreativität

Erst jetzt ist mir bewusst, dass das kreativ ist, und nur wenn jemand stricken oder häkeln kann, heißt das nicht, dass er im Kopf Bilder formt und diese umsetzen kann. Ich kann das und das ist eine Form von Kreativität, das freut mich.

Aber Häkeln oder Stricken kann auch noch etwas ganz anderes sein, es kann Rauchen ersetzen, Unruhe nehmen, den Händen etwas zu tun geben.

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