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Dr. Rosa Aspalter

"Praktisch ned weit"

Dr. Rosa Aspalter
Dr. Rosa Aspalter ist Bloggerin bei gesund.at (Agnes Stadlmann)
Signaltransduktion: Die gesund.at-Bloggerin Dr. Rosa Aspalter vergleicht in dieser Woche Zellen mit dem öffentlichen Verkehrsnetz.

Es ist immer spannend, wenn Wissenschaft und das reale Leben aufeinander treffen. Aber unter solchen Ereignissen zeichnet sich ein Erlebnis für mich ganz besonders aus.

Es war die Rückkehr nach einem gut 1-jährigen Auslandsaufenthalt in London. Vollbepackt mit 17 Kartons an Studienergebnissen und neuer Literatur kam ich in Wien an. Nach und nach traf ich auch meine Familienmitglieder wieder und erzählte, was sich über einen Studienaufenthalt erzählen lässt. Meinem Bruder, der scheinbar Näheres über die wissenschaftliche Arbeit in London wissen wollte, zeigte ich meine Sammlung neu erworbener Bücher: Immunologie, Zellstoffwechsel und Signaltransduktion.

"Signaltransduktion - was ist denn das?"

"Na stell dir vor, eine Stadt hat Bus- und U-Bahn- und Straßenbahnlinien, die die Bewohner von einem Stadtteil zum anderen bringen. So ungefähr hat auch eine Zelle ihre Wege, mit der bestimmte Signale von der Zelloberfläche bis zum Zellkern weiter geleitet werden und dort eine Reaktion auslösen. Das kann die Aktivierung eines Gens sein oder auch das Gegenteil, nämlich eine Blockade."

Dass sich aber seit einigen Jahrzehnten das Gros medizinischer Forschung mit einzelnen Stationen dieser Signaltransduktion befasst, das hatte ich ihm bis zu diesem Zeitpunkt nicht erzählt.

"Aha!" sagt mein Bruder nachdenklich, dreht das Buch über Siganaltransduktion hin und her, "also von der Zelloberfläche zum Zellkern. Na ja, praktisch ned weit!"

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